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N.B. Lesen Sie bitte Literaturbewegungen, bevor Sie diese Seite lesen!

DAS JUNGE DEUTSCHLAND (1830-1835)/ VORMÄRZ* (1830-1850)


*Das Wort Vormärz kommt von der Zeit vor der Revolution, die im März 1848 scheiterte1.

  1. SchriftstellerInnen, die gegen die Restauration nach dem Wiener Kongreß waren, und die durch die Literatur dagegen kämpfen wollten, zählen zu dieser Literaturbewegungen.

  2. Einige historische Ereignisse2, die für diese SchriftstellerInnen wichtig waren:
    • Das Wartburgfest 1817: Studenten verbrennen reaktionäre Schriften3 auf der Wartburg, einer wichtigen Stelle in der deutschen Geschichte.
    • Nach der Ermordung4 eines bekannten Schriftstellers 1819 zensiert der Staat Bücher und Zeitungen, die Burschenschaften5 werden verboten6, und die Universitäten überwacht7.
    • Nach der Revolution in Frankreich im Juli 1830 gibt es Aufstände8 und Demonstrationen, besonders im deutschen Südwesten. Die Menschen dieser Aufstände fordern Reform, Verfassungen, Pressefreiheit.
    • 1832 auf dem Hambacher Fest protestierte man gegen den Staat, und Demokraten wurden verhaftet9. Danach gab es noch einige Demonstrationen und revolutionäre Schriften, aber . . .
    • 1835 kam der Verbot der Schriften der jungen AutorInnen.

  3. Die SchriftstellerInnen des Jungen Deutschland/Vormärz waren gegen:

  4. Sie waren für:
    • Presse- und Meinungsfreiheit,
    • Sozialismus,
    • Frauenemanzipation,
    • freie Liebe.

  5. Obwohl man diese SchriftstellerInnen zu einer Bewegung zählt, waren sie nur eine lose Gruppe. Sie hatten keine klare politische Linie, und sie wurden zur Solidarität gezwungen, als die Reaktion gegen sie begann.

  6. Die Jungdeutschen begannen den deutschen Journalismus, weil sie ihre politischen Ideen in Zeitungen, Pamphleten und Broschüren publizierten.

  7. Einige Charakteristiken ihrer Literatur:
    • Sie schreiben meistens erzählende Literatur, d.h. Geschichten, Romane, usw., obwohl Büchner (unten) auch Dramen schrieb.
    • Sie waren gegen die traditionellen Formen der Literatur, besonders gegen die Erlebnislyrik11.
    • Die Literatur soll immer gesellschaftlich und politisch engagiert12 sein. Sie schrieben die Geschichte ihrer Epoche.
    • Ihre Sprache ist salopp13, provozierend, satirisch.

Ein Schriftstück, das man in dieser Zeit schrieb war das Pamphlet oder die Flugschrift. Jetzt lesen Sie mehr darüber!: Pamphlet

Die wichtigsten Menschen:

Georg Büchner (1813-1837)
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
Christian Dietrich Grabbe (1801-1836)
Karl Gutzkow (1811-1878)
Georg Herwegh (1817-1875)
Heinrich Heine (1797-1856): Heine stand am Ende der Romantik und nannte sich den letzten Dichter der Romantik, also zählt man ihn auch oft zu den Spätromantikern. Heine hatte neben Goethe die stärkste Wirkung14 auf die deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts.


Biedermeier
Historischer Hintergrund.
ljking@oregonstate.edu