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GEDICHTE und Fragen: Goethe: "Wandrers Nachtlied II" (1780)


Wandrers Nachtlied II (Auch "Ein Gleiches" genannt***)

1   Über allen Gipfeln1
2   Ist Ruh,
3   In allen Wipfeln2
4   Spürest3 du
5   Kaum4 einen Hauch5;
6   Die Vögelein schweigen6 im Walde.
7   Warte nur, balde
8   Ruhest du auch.

Fragen:

    1. Was für eine Landschaft beschreibt hier der Autor?

    2. Welche Tageszeit ist es?

    3. Wer ist in diesem Gedicht das "du"?

    4. Worauf soll das "du" warten?

    5. Die a, au, o und u Laute nennt man dunkel, die e und i Laute hell. Gibt es hier mehr dunkle oder helle Laute?

    1. Warum kann man sagen, daß der Kreis dessen, was der Dichter hier beschreibt, immer kleiner wird?

    2. Welche Wörter und Ideen wiederholt der Dichter?

    3. Wo finden wir Assonanz?

    4. Das Metrum ist unregelmäßig (B = Betont, U = Unbetont):
                     B U B U B U
                   U B
                   U B  U  B U
                     B  U  B
                     B U U B
                   U B U U B U U B U
                     B U U B U
                     B U U B

      Was ist die Wirkung7 dieses Metrums? (Unterschiedliche Füllung der Zeilen und Enjambement sind wichtig!)


***Wandrers Nachtlied (1776)(für die von Ihnen, die wissen wollen, was im ersten Nachtlied stand!)

1   Der du von dem Himmel bist
2   Alles Leid und Schmerzen stillest,
3   Den, der doopelt elend ist,
4   Doppelt mit Erquickung füllest,
5   Ach, ich bin des Treibens müde!
6   Was soll all der Schmerz und Lust?
7   Süsser Friede,
8   Komm, ach komm in meine Brust!

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