GER 341: German Literature
Oregon State University
December 3, 1997


Friedrich Schiller (1759-1805)

von Michael Grater

Er wurde am 10. November 1759 in dem württembergischen Dorf Marbach geboren. Sein Taufname war Johann Christoph Friedrich Schiller. Sein Vater war Hauptmann in der Armee des Herzogs von Württemberg. Johann Kaspar Schiller hiess er, und er war Arzt von Beruf. Seine Mutter war die Tochter eines Gastwirts, und sie hiess Dorthea Kodweis. Sie hatten im Jahr 1749 geheiratet. Seine Kindheit war meistens schön. Weil es Kriege in den deutschen Staaten gab, hatte sein Vater einen Job. Aber sie konnten nicht für immer so leben.

Dann kam die Chance für den Vater. Der Herzog von Württemberg, Karl Eugen, machte eine Bemerkung über Johanns Begabung mit den Bäumen. Er wurde zum Chefgärtner des Herzogs in Ludwigsburg ernannt. Der Herzog machte auch eine Bemerkung über den jüngeren Schiller, und im Jahr 1773 schickte Karl Eugen den Jungen an seine 'Karlsschule' an dem Schloss 'Solitüde'. Friedrich war 14 Jahre alt zu dieser Zeit. Er wollte nicht in die Schule gehen, sondern er wollte Theologie studieren. Anstatt das musste er dann Jura studieren.

1776 wechselte Schiller sein Hauptfach auf Medizin, und im Jahr 1780 bekam er eine Stelle als Regimentsmedikus in Stuttgart. Im nächsten Jahr schrieb er sein erstes Spiel. Die Räuber hiess es, und es war ein stürmisches Spiel. Es war die Zeit in der deutschen Lituraturgeschichte, die 'Sturm und Drang' hiess. Das Spiel ist ein Produkt davon.

Meiner Meinung nach war Die Räuber extrem und unreif. Die Gestalten sind unvernüftig, und manchmal gehen sie zu weit. Aber was bemerkungswert an diesem Spiel war, war, dass die Hauptgestalt ein böser Mensch ist. Vielleicht war dieses Spiel ein Spiegel von Schillers Zeit in der Karlschule. Es war zwar die "Sturm und Drang" Zeit, aber ich meine, dass es zurück auf die Schulzeit von Schiller geht. Er wurde von so vielen Regeln so verärgert, dass er enige Regeln brechen wollte. Dieses Spiel war ein sehr grosser Erfolg, und die Menschen fragten sich, wann sein nächtes Spiel käme.

Weil er alle Regeln gebrochen hatte, musste er den Preis dafür bezahlen. Er wurde für sein Spiel ins Gefängnis geworfen. Der Herzog befahl ihm, nie wieder ein Spiel zu schreiben. Schiller mochte die Entscheidung wirklich nicht. Also brachte er aus dem Gefängnis und ging er mit einem Freund nach Mannheim, um Dramatiker zu sein. Es ging ihm furchtbar in dieser Zeit. Er dachte, dass der Herzog sich sehr ärgern würde und ihn zurück ins Gefangnis schmeissen wollte. Aber in Mannheim war er jetzt endlich frei.

1784 war sein nächstes Spiel. Das hiess Kabale und Liebe. Es handelt von einem jungen Mann, der sich wie ein Gefangener in seiner Gesellschaft fühlt. Die Hauptgestalt, Ferdinand, war der Sohn des Präsidenten von dem Herzog in einen deutschen Land. Er liebte die Tochter des Musikers in seiner Stadt. Durch eine Hofkabale musste die Geliebte Ferdinands ein Schreiben, in dem stand, dass sie einen anderen liebte, verfassen. Ferdinand besass keine Welt ohne Luise, also vergiftete er sie. Dann lernte er die Wahrheit und beging auch Selbstmord.

Schiller war jetzt auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Wahrend er in Mannheim war, schrieb er sein Gedicht An die Freude. Dieses Gedicht ist sehr berühmt, weil der Komponist Beethoven den letzten Satz seiner 9. Symphonie aus diesem Gedicht machte. Es stellte Schillers Gefühl über sein Leben in dieser Zeit, seine neue Freiheit, und seinen frischen Erfolg dar.

Sein folgendes Spiel war nicht so erfolgreich. Er hatte viel zu tun. Von 1785 bis 1787 wohnte Friedrich in drei Städten (Leipzig April 1785, Dresden und Weimar Juli 1787), schrieb viele Stücke für sein Journal, Der Rhenische Thalia, und schrieb Don Carlos. Er könnte die Gestalten nicht gut zusamenbringen. Manche Wissenschaftler denken, er hätte in diesem Spiel Fehler gemacht. Die Handlung wäre zu kompliziert. Die Leute könnten es nicht völlig verstehen, denn er könnte es nicht richtig beenden. Es steht in dem Buch Past Masters: Schiller von T.J.Reed:

Schillers method could only work when a play was... a unified organic growth. ...even then, it was at odds with the accepted nature of the drama as an objective genre which demands a quite different, paradoxically detached involvement with all the characters at once and within the bounds of settled plot-relations. A play's 'message' then normally arises from the whole nexus of a completed action. True, Schiller's characterization in Don Carlos had moved beyond simple identification, but too late to rescue the play's cohesion Its disunity was the reductio ad absurdum of Schiller's early way of writing. He tried to save the situation by writing a series of Letters on Don Carlos, explaining how the themes had grown out of one another. But genetic explanation was a doubtful substitute for formal achievement, not to say an admission of defeat(50)

Es war auch in dieser Zeit, dass er seine zukunfte Frau, Charlotte von Lengefeld kennenlernte. Er lernte sie zuerst in der Karlschule kennen, aber in Rudolstadt wohnte sie bei ihrer Schwester. Die drei waren gute Freunde. Schiller hat viel Glück in diesen Jahren. Er wurde im Jahr 1789 Professor der Geschichte in Jena ernannt, und im folgenden Jahr am 22. Februar heieratete er seine Liebe "Lotte".

Schiller hat das Glück, dem Dichter Goethe zu begegnen. Manche sagen dass diese Begegung wie die 'Duumvirate' in Rom sei. Aber es war nicht wie in Rom wo einer grösser als der andere (z.B. Augustus und Cæsar) war, sondern so wie Hermann Grimm es algebraisch darstellte: die Formel ist nicht G+S sondern es ist G(+S) + S(+G) (The Life and Works 288). Zuerst dachten die Zwei nicht viel von einander (manche denken, Goethe wollte sich schützen) aber die beiden fingen an, für Schillers Journal Horen zu screiben. Aber sie hatten sich bis zu einer Naturkonferenz in Jena noch nicht persönlich getroffen. Sie sprachen nach der Konferenz über den Inhalt. Schiller dachte, dass die Fächer der Konferenz nur für der Nichtfachmann wären, doch Goethe dachte, dass sie für Expertesache wären. Goethe drückte seine Ideen aus, indem er ein Beispiel aufschrieb. Schiller sagte: "Ja, aber das ist nur eine Idee." Goethe dachte, dass Schiller seinen Punkt nicht getroffen hätte, und ging davon. Schiller wusste das und schrieb Goethe einen Brief, indem er seine Ideeen erklärte:

Minds of your sort seldom know how far they have advanced and how little reason they have to borrow from philosophy, which can only learn from them... For a long time, though at a considerable distance, I have been watching the course of your mind and noticing with ever-renewed admiration the way that you have marked out for yourself. You seek the necessary in nature, but by the very hardest path, -a path which weaker minds would take good care not to attempt. You take all nature together, in order to get light upon the particular. In the totality of her manifestations you hope to find the rationale of the individual.... Had you been born a Greek or even an Italian, and thus surrounded from infancy with exquisite scenery and idealizing art, your way would have been infinitely shortened, perhaps unnecessary.... As it was, having been born a German, you had to refashion the old inferior nature that was thrust upon your imagination, after the better pattern which your imagination had created; and this could only be done by means of leading principles. But this logical direction which the reflecting mind is compelled to take does not tally well with æsthetic direction of the creating mind. So you had another task; just as you passed previously from intuition to abstraction, you had now to convert concepts back into intuitions, and thoughts into feelings; for only through these can genius create (The Life and Works 293).

Dieser Brief freute Goethe sehr. Er erkannte dass Schiller ihn verstand er. Für Schiller war dieser Brief ein Geschenk für die Freundschaft. Und diese Freundschaft machte die deutsche literarische Welt. Mit der Hilfe von Goethe kam jetzt für Schiller sein Meisterstück, Wallenstein.

1800 war Wallenstein beendet. Es hatte drei Teile: Wallensteins Lager, Die Piccolomini, und Wallensteins Tod. Es handelt von einem Mann, der viel Macht hatte. Aber er ist ist nicht tatkräftig. Er war Feld-Marschall der Österreichischen Armee im Dreissigjährigen Krieg, und er hörte auf niemand, nur auf die Sterne. Man kann ihn mit behrumte General Julius Cæsar vergleichen, die in Der Lager der Gefühl des Soldaten für seine Führer gibt.

Danach schrieb Schiller nur geschichtliche Werke. Fast jedes Jahr (bis zu seinem Tod) schrieb er ein neues Spiel. Im Jahr 1801 schloss er Maria Stuart und Die Junfrau von Orleans ab. Maria handelt von einer Frau, die sündet, die aber nicht schuldig war. Sie trägt ihr Schicksal mit Mut. Die Jungfrau handelt von einer Heldin, der Gottesstärke gegeben wurde. Aber sie darf keine Liebe in ihrem Leben haben, weil sie eine Jungfrau bleiben muss. Das war ihre Stärke.

Nach den zwei Frauen schrieb Schiller sein griechisches Spiel; Die Braut von Messina. Es ist wie bei Sophocles, in Ödipus dem König, einer grieschischen Tragödie. Es hat Strophen und Antistrophen der Chor vom wie in den alten Zeiten. Zwei Brüder liebten dasselbe Mädchen, aber sie ist ihre Schwester. Die Brüder bekämpfen einander, und einer (don Cesar) schlägt den anderen tot. Dann lernt er die Wahrheit über seine Schwester und begeht Selbstmord.

1804 schrieb Schiller Willhelm Tell. Meiner Meinung nach ist dieses Werk das Drame von Schiller, das die meisten Amerikaner kennen. Das Spiel handelt von Nationalität, und davon, wo man in seiner Welt steht. Es geht um einen Mann, der gegen das Gesetz handelt. Aber dieses Gesetz ist nicht von einem Fürsten aus seinem Land (der Schweiz), sondern es ist ein Gesetz von einem fremden Fürsten aus Österreich. Der Gouverneur des Landes nimmt seinen Sohn und macht eine Wette mit Tell. Er wettet, dass Tell einen Apfel von dem Kopf seines Sohnes nicht schiessen kann. Tell nimmt die Wette auf und trifft den Apfel. Er gilt als ein Held in seinem Dorf, aber Tell will sich gegen der Gouverneur rächen. Also wartet er in einem Wald auf ihn, und als er in seinem Wagen fährt, erschiesst Tell den Gouverneur.

Schiller war ein Produkt seines Leben. Wir können seine Spiele lesen und lernen, was seine Weltanschauung war. Seine frühen Spiele handelten von seinen Erfahrungen in der Karlschule. Er war am Anfang Stürmer und Dränger, und seine frühen Spiele hatten viel Gefühl. Später mässigte er seine Ideen. Er hatte Einfluss auf die Genies dieser Zeit. Er war Philosoph, er schrieb viel über die Bedeutung des Schönen. Und ich glaube, dass er ein grosser Künstler war, er konnte die Leute mit seinen Spielen in den Himmel oder in die Hölle führen. Am wichtigsten war sein Idealismus, er dachte, dass die Menschen sich selbst machten und nicht, dass die Menschen gemacht wurden.


Bibliographie

  1. H.W. Nevinson. Life of Schiller. London: Walter Scott; 1889.
  2. T.J. Reed. Past Masters: Schiller. London:Oxford University Press, 1991.
  3. Calvin Thomas. The Life and Works of Fredrich Schiller. New York: Henry Holt and Company, 1906,.
  4. Author Unknown, Fredrich Schiller, http://gutenberg.aol.de/autoren/schiller.htm, 14 Nov. 1997.