GER 343: German Literature
Oregon State University
May 24, 2000


Wolfgang Borchert (1921-1947)

Matthew Cline

Sein Lebenslauf

Wolfgang Borchert wurde am 20. Mai 1921 in Hamburg geboren. Sein Vater Fritz war Lehrer an einer Volksschule in Hamburg-Eppendorf, und seine Mutter Hertha war Schriffstellerin. Nicht so viel ist über seine Kindheit bekannt. Er war ein gewitztes Kind, und es gefiel ihm sehr zu lachen; er war auch ein bißchen exzentrisch. Weil er keine Geschwester hattte, wurden die Nachbarschaftskinder seine Spielkameraden.

In der Schule hatte Borchert keinen großen Erfolg. Im Jahre 1928 ging er in die Volksschule, und 1932 in die Oberrealschule. Seine Lehrer sagten, er sei kein guter Schüler gewesen. Borchert verließ 1938 die Schule. Seinen Eltern sagte er, daß er Schauspieler werden wolle. Das gefiel aber den Eltern nicht, weil die Arbeit eines Schauspielers sehr unsicher war. Gegen seine Wünsche wurde Borchert schließlich Lehrling bei der Buchhandlung Heinrich Boysen. Er wollte nicht Buchhandler werden, aber er machte diese Arbeit, weil er mußte. In dieser Zeit hatte Borchert seine erste Erfahrung mit den Nazis. Er wurde von der Gestapo wegen eines Gedichtes, die er in der Buchhandlung vorgelesen hatte, verhaftet und verhörtet.

Er fand aber Zeit, seine Lieblingsarbeit zu machen: er nahm Schauspielerunterricht bei Helmuth Gmelin. Im Jahre 1940 machte Borchert eine Schauspielerprüfung, nach der er eine Stelle bei der Landesbühne Osthannover in Lüneburg bekam. Er war bei der Landesbühne bis Juni 1941, als er ins Militär gehen mußte. Er war Panziergrenadier, und im Winter 1941 fuhr er an die Ostfront. An der Ostfront erfuhr er viele Dinge, die seine Werke später beeinflußten. In Rußland litt er auch das erste Mal an Gelbsucht; diese Krankheit würde ihn das ganze Leben belasten. Er hatte auch eine zweite Erfahrung mit der Haft, als er im Mai 1942 drei Monate in Einzelhaft in Nürnberg verbrachtet. Im August wurde er wieder wegen Kritiken gegen die Naziregierung untersucht. Danach war er sechs Wochen im Gefängnis. Im Dezember 1942 ging er an die Ostfront zurück.

Weil er wieder sehr krank wurde, wurde Borchert mit Fleckfieber in das Seuchenlazarett Smolensk gebracht. Als er das Krankenhaus verließ, bekam er viele verschiedene Einsätze. Im November 1943 sollte Brochet vom Militär entlassen werden, weil er untauglich war. Aber einen Tag vor der Entlassung wurde er wegen politischer Witze denuziert, und er mußte im Militär bleiben. Er wurde wieder verhaftet und saß neun Monate im Gefängnis Berlin-Moabit. Im September 1944 wurde er endlich als Fiendbewährung aus dem Militär entlassen.

Im Jahre 1945 wurde Borchert durch die Franzosen verhaftet, aber während er in dem französischen Kriegsgefängnis war, floh er nach Hamburg. Er arbeitete ein bißchen mit der Hamburger Schauspielgesellschaft, aber wegen Krankheit mußte er viel Zeit im Bett bleiben. Troztdem schrieb er viele Werke im Bett. Borchert wohnte 1946 bei den Eltern wieder, aber als er noch mehr Werke schrieb, wurde er immer kranker.

Freunde von Borchert planten eine Reise für ihn in die Schweiz, um ihn gesund zu machen, und er fuhr am 22. September nach Basel ab. Die Freunde blieben aber in Deutschland, so fühlte er sich in der Schweiz sehr einsam. In Basel schrieb er aber immer noch.

Wolfgang Borchert starb am 20. November 1947 von einem Leberleiden im Clara-Spital in Basal.

Seine Werke

Borchert schrieb meistens Draman, Gedichte und Geschichten. Als er nur siebzehn Jahre alt war, war Reiterlied (1938) sein erstes veröffentliches Gedichte. Seine bekannten Werke sind Die Hundeblume (1947) und Draußen vor der Tür (1947). Einige bekannte Geschichten sind An diesem Dienstag (1947), Der viele viele Schnee (1941) und Dann gibt es nur eins! (1947).

Die Werke Borcherts beinhalten seine Erlebnisse mit Krieg, Gefängnis und Krankenhäusern. Sie sprechen über den Geisteszustand der Soldaten und der Menschen. Sie haben eine tiefe Psychologie und sind sehr kompliziert und gewitzt. Sie sind schwierig zu lesen, weil Borchert unvollständige Gedanken und Sätze benutzt, um die Komplexität, Verrwirung und Geisteskrankenheit des Krieges zu zeigen.


Literaturverzeichnis

  1. Wolfgang Borchert. The Man Outside: The prose works of Wolfgang Borchert. Trans. David Porter. London: Hutchinson International, 1952.

  2. Peter Rühmkorf. Wolfgang Borchert in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Hamburg: Rowohlt, 1961.

  3. Lebendiges virtuelles Museum Online. „Wolfgang Borchert." [http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/BorchertWolfgang/], May 2000.

  4. Carsten Schlüter. „Wolfgang Borchert." [http://www.whv.shuttle.de/whv/kaethekollwitz/deutsch/carste~1.htm], May 2000.

  5. Claus B. Schröder. Wolfgang Borchert: Die wichtigste Stimme der deutschen Nachkriegsliteratur. München: Heyne, 1988.