GER 342: German Literature
Oregon State University
March 6, 1997

Heinrich Heine
1797- 1856

von Lynn Doss

Steht ein Jüngling-Mann
Die Brust voll Wehmut, das Haupt voll Zweifel,
Und mit düstern Lippen fragt er die Wogen:

„O löst mir das Rätsel,
Das qualvoll uralte Rätsel,
Worüber schon manche Häupter gegrübelt,
Häupter in Hieroglyphenmützen,
Häupter in Turban und schwarzem Barett,
Perückenhäupter und tausend andere
Arme schwitzende Menschenhäupter-
Sagt mir, was bedeutet der Mensch?
Woher ist er gekommen? Wo geht er hin?
Wer wohnt dort oben auf goldenen Sternen?“
Es murmeln die Wogen ihr ewiges Gemurmel,
Es wehet der Wind, es fliehen die Wolken,
Es blinken die Sterne, gleichgültig und kalt,
Und ein Narr wartet auf Antwort. (Heine, Fragen)

Heutezutage kennen wir Heinrich Heine als der deutsche Jude, der nach Paris ins Exil gehen mußte, dessen Bücher 1933 wegen der Nazis verbrannt wurden. Für uns repräsentiert Heine eine Figur, die die Zustände und den Streit seiner Zeit in der Politik, Gesellschaft, und Wirtschaft darstellte. Sein Leben schildert die Emanzipation seiner Rasse, den Kampf seiner Zeitgenossen, und seine Verwandtschaft mit Deutschland und Frankreich. Wahrscheinlich sind seine früheren Gedichte am besten bekannt, und er ist ein Dicher, dessen Lyrik öfter als die irgendeinanderer Dichter vertont wurde. Wir erinnern uns aber nicht nur an einen Schriftsteller und Dichter, sondern auch an einen Wissenschaftler, Künstler, und Philosophen, dessen Werke und Ideen uns noch heute beeinflussen.

Heinrich Heine wurde mutmaßlich am 13. Dezember 1797 als Sohn des jüdischen Kaufmanns Samson Heine und seiner Frau Elisabeth van Geldern in Düsseldorf geboren. Es gab keine offizielle Niederschrift dieses Ereignisses, und Heine bestätigte das Datum nie, obwohl er oft sagte, daß er noch zwei Jahre später geboren würde. Seinen ursprünglichen Namen Harry hat er später durch die Taufe in Heinrich gewandelt (Urbanek 53). Innerhalb der nächste 10 Jahre wurden seine Schwester Charlotte und seine Brüder Gustav und Maximilian auch geboren.

Wegen seiner jüdischen Herkunft mußte er viele Schwierigkeiten in seinem Leben durchmachen. Schon als Kind und Schüler eines säkularisierten Franziskaner-Gymnasiums litt er unter seiner Herkunft, die ihn als „deutschen Fremdling“ unsicher machte (Urbanek 53). Obwohl er von der Pracht des Regimes Napoleons geblendet wurde, erkannte er auch die Emanzipation, die diese Regime seiner Rasse brachte. Diese Unsicherheit und Emanzipation spielten eine grosse Rolle nicht nur in seinem Leben, sondern auch in seinen Werken.

Nach dem Wunsch seiner Eltern machte Heine zuerst eine kaufmännische Lehre. Im Jahre 1816 ging er ins Bankhaus seines reichen Onkels Salomon Heine in Hamburg, um zu versuchen, in das Bankgeschäft einzutreten. Sein Onkel richtete sogar ein Kommissionsgeschäft für ihn ein: Harry Heine & Co. (Marcuse 1). Jedoch gelang dieser Versuch wegen der kaufmännischen Untüchtigkeit des jungen Inhabers nicht, und Heine wechselte zum Studium der Rechte über. 1819 fing er mit einem dreijährigen juristischen Studium in Bonn an, das zwei weitere Jahre dauerte. Als Heine von Hamburg nach Bonn ging, nahm er damit seinen Haß gegen die Philister, die in dem großen Seehafen das Handelssystem beherrschten. Für Heine bedeuteten diese Leute das Parteigängertum, die Pedanterie, und die Bigotterie, die ihn sehr aufregten.

Während dieser früheren Jahre begann Heine schon, seine literarischen Werke zu schreiben. Als er noch in Hamburg war, verliebte er sich in die Tochter seines Onkels, und durch diese Erfahrung dichtete er seine erste Liebeslyrik. Später in Bonn kam er durch die Vorlesungen August Wilhelm Schlegels in Berührung mit der romantischen Philosophie und Dichtung (Urbanek 53/54). Im Jahre 1820 ging Heine nach Göttingen, um sein Studium weiterzuentwickeln. Kurz danach mußte er wegen eines Duells das Consilium abeundi abbrechen. Heine ging dann nach Berlin und wurde dort immatrikuliert. In Berlin verkehrte er in den Salons von Karl August, Rahel Varnhagen van Ense und Elisabeth von Hohenhausen und er wurde zugleich Mitglied des Vereins für Kultur und Wissenshaft der Juden. Wegen dieser Erfahrungen und seiner Bekanntschaft mit den Philosophen wie Hegel, Hoffmann, und Chamisso, wurde Heine hier vollends zum Schriftsteller. Während dieses ersten Jahres veröffentlichte er seine erste Poesieversammlung, die ihn sofortige Anerkennung brachte. Ein Jahr später, im Jahre 1823, wurden seine Tragödien Almansor und William Ratcliff geschrieben, die er zuerst in dem Band Tragödien, nebst einem lyrischen Intermezzo veröffentlichte. Damals wurden sie relativ hart kritisiert und sind heute fast vergessen.

Viele der ersten Gedichte Heines handeln sich um das Thema der unerwiderten Liebe. Die Jugendgedichte Junge Leiden (1817-1821) mit den frühen Balladen Die Grenadiere, Belsazar, und Loreley wiederspiegeln noch ganz die romantische Welt (Urbanek 54). Später fand Heine seine eigene Stimme mit dem Lyrische Intermezzo (1822) und der Liedersammlung Heimkehr (1823). Obwohl die Gedichte relativ einfach gebaut zu sein scheinen, wenn man die Strophen mit Aufmerksamkeit untersucht, findet man sorgfältiges poetisches Handwerk und begabte Einsicht. Heine fügt auch eine ironische Wendung dabei, die oft das Gedicht zum Schluß führt. „Ganz hat er das Romantische freilich nicht abzuschütteln vermocht; als Ironie ist es ein integrierender Bestandteil seines Wesens und seines Werkes geblieben“ (Urbanek 54). In diesen Gedichten reflektiert Heine über die Rolle des Dichters, über poetische Motive und über romantische Poesie im allgemeinen. Um diese Wirkung zu erreichen, spielt Heine mit den Gefühlen und Erwartungen des Lesers, und dadurch wird er (der Leser) oft enttäuscht. „Es war die natürliche Folge seines (Heine) Glaubens an absolute Werte, für die die Epoche kein Verständnis mehr besaß und die sich auch nicht mehr verwirklichen ließen. Das gibt seiner Dichtung den Abglanz des tragischen Bewußtseins, auch dort wo er spottet und schmäht“ (Urbanek 54). Solche Gedichte lehnen das Ideal der Harmonie und der idyllischen Welt der vorhergehenden Periode ab. Statt dessen erforschen sie durch Gefühle, Mißklang, und Streit die wechselhafte politische, gesellschaftliche, und geistige Welt seiner Zeit.

1825 kehrte Heine nach Göttingen zurück, wo er das juristische Examen bestand und zum Dr. jur promovierte. Noch in dem selben Jahr trat er zum Protestantismus über und wurde am20. Juli auf den Namen Christian Johann Heinrich getauften. Es war seine Hoffnung, daß er dadurch eine Staatsstellung erhalten könnte--für Juden dieser Zeit, die eine Stellung in der Regierung wollten, war solch ein Übertritt in eine christliche Kirche nicht ungewöhnlich--er jedoch konnte diesen Wunsch nicht verwirklichen. Heine sich selbst meinte, daß dieser Schritt sein „Entreebillet zur europäischen Kultur“ sei (Hardin 148). Auf jeden Fall wurde Heine bei seiner Bekehrung viel kritisiert.

Im Jahre 1827 faßte Heine seine Jugendlyrik zusammen in Das Buch der Lieder, und dadurch wurde sein literarischer Ruf festgelegt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war dieses Werk ein vielverlangtes Buch in der deutschen Sprache, obgleich Heine fast nichts daran verdiente. Das Buch enthält die Gedichte, die Heine revidierte und in funf Teilen ordnete: Junge Leiden, Lyrisches Intermezzo, Die Heimhehr, Aus der Harzreise, und Die Nordsee. Diese Teilen orientierten sich an gesellschaftsgebundene literarische Konventionen, aber auch dabei findet man seine unaufhörliche Ironie und eine modernere, bürgerliche Sprache. In dem berühmten Gedicht Nordsee entwickelte Heine eine neuen Art lyrischer Gestaltung, die in seiner Zeit einzigartig war. Von den romantischen Stimmungen und Stilmitteln weg führte er zu reimlosen Gedichten in „freier Zeilenkompostion, in denen die geschaute und erlebte Natur visionär umgestaltet wurde und das reflektierende Element geistrich-ironisch den Andrang des romantischen Gefühls zurückdrängt“ (Urbanek 55):

Sternlos und kalt ist die Nacht,
Es gärt das Meer;
Und über dem Meer, platt auf dem Bauch,
Liegt der ungestaltete Nordwind,
Und heimlich, mit ächzend gedämpfter Stimme,
Wie‘n störriger Griesgram, der gut gelaunt wird,
Schwatzt er ins Wasser hinein
Und erzählt viel tolle Geschichten,
Riesenmärchen, totschlaglaunig,
Uralte Sagen aus Norweg,
Und dazwischen,
weitschallend, lacht er und heult er
Beschwörungslieder der Edda,
Auch Runensprüche,
So dunkeltrotzig und zaubergewaltig,
Daß die weißen Meerkinder
Hoch aufspringen und jauchzen,
Übermut-berauscht… (Heine, Die Nacht am Strande)
Bis zum Jahr 1830 hatte Heine einen guten Ruf als Schriftsteller der Prosa und Verse, obwohl seine Zukunft noch ganz unsicher schien. Seine Werke waren nicht genug, ihn finanziell zu unterstützen, und er hatte keinen Erfolg, eine gesicherte Stellung zu finden. Er wurde immer wegen seiner politischen und moralischen Meinungen verurteilt. Weil er immer Angst vor Verhaftung hatte, entschied sich Heine, Deutschland zu verlassen, um nach Frankreich umzuziehen. Im Mai 1831 kam er in Paris an und dort blieb er, von zwei Besuchen in Heimat abgesehen, bis zu seinem Tod im Jahre 1856. Das Leben in Paris gefiel Heinrich sehr und endlich gab es eine aufregende politische und kulturelle Umgebung, die er in Deutschland nicht hatte finden können.

In kurzer Zeit nach seiner Ankunft entwickelte Heine eine umfangreiche journalistische Tätigkeit, deren Inhalt die oft strittigen Ideen Marx und der deutschen Emigranten enthält. Er wurde Korrespondent der Allgemeinen Zeitung und wegen die radikale Ideen seiner Schriften wurde eine Rückkehr in Deutschland unmöglich gemacht. Im Jahre 1835 wurden die Bücher Heines in Deutschland verboten, kurz nachdem der deutsche Bundestag die Schriften des Jungen Deutschland hinderte.

Als er in Paris war, lernte Heine viele wichtige Schriftsteller und Musiker dieses Zeitalters kennen, wie Balsac, Berlioz, Chopin, Dumas, Victor Hugo, Liszt, und George Sand. Heine selbst wurde auch eine kulturelle Figur, zu der andere Leute strömten. Frankreich war für Heine alles, was er nicht in seiner Heimat verwirklichen konnte.

Der Liberalismus der Franzosen, der Kult Napoleons, der jetzt mit der Aureole eines großen Volkskaisers erschien, die in Paris gebilligte Rede- und Pressefreiheit, für die er selbst gekämpft hatte, und nicht zuletzt der Gedanke an die deutsche Enge, an Polizei und Zensur in der Heimat erleichterten ihm den Aufenthalt in Paris, wo er überdies noch eine liebenswürdige Französin zur Frau gewonnen hatte. (Urbanek 54)
Aber trotz dieser Freiheit, der gunstigen Gelegenheiten und der vielen Vorteile seines Lebens in Paris fühlte sich Heine nicht ganz zufrieden. "Dennoch klingt hinter allem Spott und Hohn seiner Verse das heimliche Heimweh des Entwurzelten hindurch“ (Urbanek 54). Heine konnte seine echte Sehnsucht weder in Deutschland noch in Frankreich stillen. In beiden Ländern fehlte etwas Wichtiges für ihn. In Paris hatte er die Freiheit und die politischen und kulturellen Möglichkeiten, die er brauchte, aber Frankreich war keine Heimat. In Deutschland gab es das Leben seiner Vorfahren und seiner Kindheit, aber dort wurde seine schöpferische Kraft sehr beschränkt.
Ich hatte einst ein schönes Vaterland.
Der Eichenbaum
Wuchs dort so hoch, die Veilchen nichten sanft.
Es war ein Traum.

Das küßte mich auf deutsch und sprach auf deutsch
(Man glaubt es kaum
Wie gut es klang) das Wort "Ich liebe dich!"
Es war ein Traum (Heine, In der Fremde)

Früher, als er noch in Deutschland gewesen war, veröffentlichte Heine seine Reisebilder, mehrere Bände, die seine Reiseerfahrungen in Europa beschrieben und in denen er mit eindrucksvoller Ironie arbeitete. Während der Pariser Zeit, als er zum Thema seine Wanderungen wieder schrieb, wurde die Sprache immer dissonanter und zeitbezogener. Auch wurde der Ton seiner Schriften pessimistischer, und sie handelten sich um politische und gesellschaftliche Themen wie Emanzipation. In Die Reise von München nach Genua schrieb er:

Was aber ist die große Aufgabe unserer Zeit? Es ist Emanzipation. Nicht bloß die der Irländer, Griechen, Frankfurter Juden, westindischer Schwarzen und dergleichen gedrückter Völker, sondern es ist die Emanzipation der ganzen Welt. (Otten und Griese 1)
In den dreißiger Jahren formierte er kultur- und kunstkritische Aufsätze, in denen Heine „die geistige Struktur der Nachbarländer Deutschland und Frankreich von einer antiidealistischen Position her deutete" (Windfuhr 77). Er wollte auch, daß die Franzosen das geistige Leben der Deutschen kennenlernten und ebenso umgekehrt. Er schrieb:
Dieses ist mein jetzige Lebensaufgabe, und ich habe vielleicht die pazifike Mission, die Völker einander näher zu bringen. Das aber fürchten die Aristokraten am meisten; mit dem Vernichten der patriotischen Kosmopolitus, ich weiß, daß dieses Ende die allgemeine Gesinnung wird in Europa, und ich bin daher überzeugt, daß ich mehr Zukunft habe als unsere deutschen Volkstümler, diese sterblichen Menschen, die nur der Vergangenheit angehören (Otten und Griese 2).
In den letzten Jahren seines Lebens wurde die radikale Phase, die ihn so bekannt machte, zum Ende gebracht. Seine wachsende Befangenheit mit dem Erbschaftstreit zwischen ihm und dem Sohn seines Onkels nahm ihm viel Zeit und Energie. Seine verschlechternde Gesundheit spielte sogar eine große Rolle in seinem Leben. Obwohl die genaue Art seiner Krankheit nicht genau festgestellt wurde, glauben die meisten, daß sie Syphilis war. Auf jeden Fall wurde seine Produktivität dadurch scharf reduziert, und während der letzten acht Jahre seines Lebens war er ganz bettlägerig. Noch dazu scheiterte die Revolution von 1848, und seine politischen Ziele, die er so schätzte, waren nicht mehr zu realisieren. In dieser Lage des Schlechterwerdenes und der seelischen Niederdrückung änderte Heine seine Meinung über die Religion. Früher war ein strenger Kritiker der Religion, aber während der letzten Jahre drückte er in seinen Werken an einem höheren Wesen aus. Noch bedeutsamer war seine Wendung von dem Sensualismus und Spiritualismus zu den Ideen der Nichtigkeit des Daseins und des allerletzten Triumphes des Bösen gegen das Gute.

Trotz des Leidens seiner letzten Jahre hatte Heine eine letzte Liebe, die er 1855 kennenlernte. Sie hieß Camille Selden, obwohl Heine sie"La Mouche" nannte. Sie half, seinen Todeskampf zu mildern. Die sechs Gedichte, die er ihr schrieb, stellten seine Gefühle ihr gegenüber dar. Aber seine Zeit war fast zu Ende, und am 17. Febraur 1856 starb er. Drei Tage später wurde Heine im Montmartrefriedhof begraben.

Wahrscheinlich gibt es keinen anderen Schriftsteller während der Zeit nach Goethe, der so umstritten war und noch heute ist. Obwohl er jetzt wegen seiner frühen romantischen Lyrik am bekanntesten ist, wurde er damals wegen seiner politischen Reportage, witzigen Prosa, und beissenden Satire anerkannt. Durch diese Schriftstücke bekam Heine von seinen Zeitgenossen einen fraglichen Ruf, der noch nach seinem Tod andauerte. Er wurde von engherzigen deutschen Nationalisten wegen seiner weltbürgerlichen Gefühle verachtet, und oft wurden seine Angriffe gegen die Religion und seine liberale Meinungen zensiert. Weil er Jude war, wurde er auch sehr streng diskriminiert. Obgleich seine Schriften populär unter den europäischen Intellektuellen waren, wurden sie in seiner Heimat bespöttelt. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde seine deutsche Staatsangehörigkeit von ihm abgenommen und während des dritten Reichs wurde der Autor der Loreley, das am meisten gefeierte Gedicht Heines, als „unbekannt“ angegeben. Heinrich Heine schien er „Klassiker des Ärgernisses“ (Griese 2) zu sein.

Trotz dieser Deskriminierung hatte Heine eine große Auswirkung auf den Menschen des 19. Jahrhunderts. Friedrich Nietzsche veehrte Heine als einer der großten Dichter des Jahrhunderts und als ein höchster deutscher Stilist. Wagner benutzte einige Motive Heines in zwei seiner Opern, Der fliegende Hollander und Tannhäuser. Als er in Paris war, schloß Heine eine starke Freundschaft mit Karl Marx, und auch kannte Freud seine Schriften ziemlich vollständig. Heute betrachten wir Heine als ein Vorbild der Aufrichtigkeit, des Stehvermögens, des Weltblicks und der Wirklichkeit. „Denn zuletzt ist diese Namensgebung auch als Signal zu verstehen in einer Zeit, in der Wissenschaftpolitik geprägt ist von wirtschaftlicher Verwertbarkeit und unkritischer Technikgläubigkeit“ (Griese 2). Wegen des ironischen Witzes und der treffsicheren Kritik stellte Heine uns eine literarische Gattung vor, die bislang in Deutschland keinen Vertreter fand. Sowohl durch seine sinnreichvolle Lyrik, kritische Essays, und viele Reisebilder als auch durch seine anderen Arbeiten bleibt er nicht nur eine wichtige Figur seiner Zeit, sondern auch ein Beispiel, an das wir noch heute denken können.


Bibliographie



  1. Kerstin Griese. Heinrich Heine. Ein Symbol für kritisches Denken und eine offene Hochschule. [http://www.rz.uni-duesseldorf.de/WWW/AStA/P/pgriese.html] Februar 1997.

  2. Kerstin Griese und Wiebke Otten. Historischer Teil; seit 20 Jahren für Heinrich Heine. [http://www.rz.uni-duesseldorf.de/WWW/AStA/H/hrede.html] Februar 1997.

  3. Ludwig Marcuse. Heinrich Heine – Biographie. [http://www.rz.uni-duesseldorf.de/WWW/AstA/A/bio.html] Februar 1997.

  4. James Hardin und Christoph Schweizer, editors. Dictionary of Literary Biography, Volume 90; German writers in the age of Goethe 1789-1832. Detroit: A Bruccoli Clark Layman Book, 1989, pp 145-155.

  5. Walter Urbanek. Deutsche Literatur das 19. Und 20. Jahrhundert. Bamburg: CC Buchners Verlag, 1971.

  6. Manfred Windfuhr. „Heinrich Heine“ in Deutsche Schriftsteller im Porträt; das 19. Jahrhundert. Herausgegeben von Hiltrud Häntzschel. München: Verlag CH Beck, 1981, p 77.