GER 341: German Literature
Oregon State University
December 3, 1996

Karoline von Günderrode
1780 - 1806

von Lynn Doss

Karoline Frederike Louise Maximiliane von Günderrode wurde am 11. Februar 1780 in Karlsruhe geboren. Sie war die älteste von sechs Töchtern des markgräflich-badischen Kammerherrn Wilhelm von Günderrode und seiner Frau Luise. Karoline verbrachte den ersten Teil ihres Lebens in Hanau. Während des 6. Lebensjahrs starb ihr Vater, und 8 Jahre später starb ihre erste Schwester. Diese Begegnungen mit dem Tod wurden sowohl in ihrem dichterischen als auch in ihrem persönlichen Leben später stark widerspiegelt.

Wegen der wirtschaftlichen Notwendigkeiten ihrer Familie und Schwierigkeiten mit ihrer Mutter trat Günderrode am 4. April 1797 in das "von Cronstetten-Hynspergische adelige evangelische Damenstift", ein lutherisches Kloster für verwitwete und uneheliche Adlige, am Frankfurter Roßmarkt ein (Holle 87). Normalerweise wurden Edelfrauen, die jünger als 30 Jahre alt waren, nicht aufgenommen, aber in ihrem Fall wurde eine Ausnahme gemacht. Günderrode mußte das ruhige einsame Leben einer Canonissin aushalten, mit Frauen, die damals viel älter als sie waren. Deswegen drehte sie sich nach geistige Studien, um Trost zu finden. Karoline machte private Lehrstunden bei dem Theologen C.W.J. Mosche; studierte Latein, Metrik, Physik, Chemie, und Mythologie; und lies viel, besonders die Werke von August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schleiermacher. Ihre Suche nach dem Wissen und der Wahrheit blieb ein beständiges Thema in ihrer Poesie, ihrem Prosa, und ihren dramatischen Werken.

Noch etwas, was das Leben Karolines beeinflußte, war der Konflikt zwischen ihrer Persönlichkeit und einem energischen Leben, nach dem sie sich sehnte. Ihre Gestalt war groß aber ihr Verhalten zurückhaltend und "weiblich". Jedoch verlangte sie nach einem tätigen Leben, das nur den Männern zu erleben erlaubt wurde. 1801 schrieb Günderrode einen Brief, in dem sie ihre Gefühle ausdrückte.

Schon oft hatte ich den unweiblichen Wunsch, mich in ein wildes Schlachtgetümmel zu werfen, zu sterben. Warum ward ich kein Mann! Ich habe keinen Sinn für weibliche Tugenden, für Weiberglückseeligkeit. Nur das wilde Große, Glänzende gefällt mir. Es ist ein unseliges aber unverbesserliches Mißverhältnis in meiner Seele...denn ich bin ein Weib und habe Begierden wie ein Mann, ohne Männerkraft. Darum bin ich so wechselnd, und so uneins mit mir (Riley 115).

1804 veröffentlichte Karoline unter dem Pseudonym "Tian" Gedichte und Phantasien (Holle 87). Sie hoffte, fremde Kulturräume und Mythen entfernter Völker würden sie zu einer Welt bringen, in der sie ihre Wünsche nach wirklichem Menschsein verwirklichen könnte. Mit ihrem 1805 veröffentlichten Einakter, Hildgrund, wurde ihr Wunsch nach Menschsein nochmals offenbart. Hildgrund, eine bergundische Prinzessin, entflieht mit ihrem Verlobten Walther vor Attila dem Hunnen und nimmt damit das Schwert und die Rüstung Attilas, die Symbole seiner Macht. Als ihr Vater die Götter lobt, damit seine Tochter wieder in Sicherheit kommt, antwortet Hildgrund, daß sie sich selbst rettete: "Der Gott, der mich befreit, wohnt in dem eig'nen Herzen" (Riley 115). Später, nachdem Attila mit dem Krieg droht, falls Hildgrund nicht zu ihm zurückgeschickt wird, schwört Hildgrund, Attila zu töten. Diese unweibliche Stellung setzt Walther, ihr Verlobter, in Verlegenheit, und dadurch wird die Verlobung aufgelöst. Hildgrund überlegt, warum Männer die Freiheit genießen können, ihr eigenes Leben zu führen, solange die Frauen gebunden sind:
Wie Herrlich ist der Mann, sein Schicksal bildet er,
Nur eigener Kräfte Maß ist sein Gesetz am Ziele,
Des Weibes Schicksal, ach! ruht nicht in eig'ner Hand!
Bald folgt sie der Noth, bald strenger Sitte Wille (Riley 115).
Es ist interessant zu merken, daß Hildgrund die kriegerische Brünhild vom Nibelungenlied und Kriemhild in Die Klage ähnlich ist und dabei die Notwendigkeit für die Freiheit der Frauen ein beherrschendes Thema ist, obwohl die anderen Dramen Günderrodes männliche Hauptfiguren enthalten.

Obwohl Günderrode weder isoliert noch beschränkt war und zwar nicht nur bei ihrer Mutter in Hanau sondern auch bei ihren Großeltern in Butzbach frei war, die Brentanos in Offenbach zu besuchen, "konnte sie ihre Umwelt nur wenig kennenlernen. . . .Sie blieb lebensfremd" (Holle 87). Karoline fühlte sich auch von den Begrenzungen, die die Frauen der Zeit festhielten, unterdrückt. Sie verlangte nach mehr Bildung und Bewegungsfreiheit zusammen mit günstigeren Möglichkeiten, mit anderen, die ähnliche Interessen hatten, Umgang zu haben.

Karoline führte mit verschiedenen Freundinnen wie Susanne von Heyden, Bettine und Gunda Brentano, und Lisette von Metting einen regen Briefwechsel. Im Besonderen wurde ihre Freundschaft mit Bettine immer stärker, wodurch eine umfangreiche Korrespondenz entstand, die um die Theorie der Geschichte, Philosophie, Religion, und Liebe, und um die Erziehung Bettines handelte. Günderrode wurde nicht nur eine Freundin Bettines sondern auch ein Mentor. 1840 veröffentlichte Bettine von Arnim ihr zweiter Briefroman, Die Günderode, für den die Briefe zwischen Karoline und Bettine aus den Jahren 1802-1806 die Grundlage wurden. Bettine zeigte darin die Tendenz, Karoline zu rühmen:

Du (Karoline) bist der Widerhall nur, durch den mein (Bettines) irdisches Leben den Geist vernimmt, der in mir lebt, sonst hätt ich nicht, sonst wüßt ich nicht, wenn ich's vor Dir nicht ausspräch (Waldstein 106).
Karoline und Bettine entwickelten zusammen eine Philosophie der Geschichte, für die Günderrode die Triebkraft war. Ihre Überlegungen über die Vergangenheit führte sie zu einer Mischung der Mythologie und der Geschichte, des Traumes und der Wirklichkeit, mit einer Orientierung nach der Gegenwart und der Zukunft. Günderrode stellte diese Theorie in ihrem ersten Brief an Bettine vor. Der Brief, der Die Manen betitelt wurde, enthält eine erdichtete Besprechung zwischen einem Lehrer und einem Studenten. Sie behandelt die Verwandtschaft der Vergangenheit, der Zukunft, und der Gegenwart.
Aus dieser Sinnenfähigkeit, Verbindungen wahrzunehemen, die andere, deren Geistesauge verschlossen ist, nicht fassen, entsteht die prophetische Gabe, Gegenwart und Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden, den notwendigen Zusammenhang der Ursachen und Wirkungen zu sehen. Prophezeiung ist Sinn für die Zukunft (Waldstein 108).
Jede Erfahrung mit den Männern der Gesellschaft ihrer Zeit führte bei Karoline zu tragischen Konflikten. Es ist möglich, daß sie am meisten litt, weil sie von dem geistigen und sozialen Kontakt mit Männern, die Angst vor ihrer Klugheit hatten, ausgeschlossen wurde. Nach Christa Wolf, die das Problem in ihrem einleitenden Essay der Werke Günderrodes, Der Schatten eines Traumes, erklärte, schuf die soziale Realität des 17. Jahrhunderts für Karoline eine unmögliche, widersprüchliche Lage: zugleich Ehefrau und Dichterin zu sein; eine Frau, die von einem Mann geliebt wird und die auch ihre einigen Werke veröffentlicht. Wolf schrieb: "Drei Männer haben in ihrem Leben eine Rolle gespielt: Savigny, Clemens Brentano, Friedrich Creuzer-- drei Varianten der gleichen Erfahrung: Was sie begehrt, ist unmöglich" (Riley 115). 1799 lernte sie Friedrich Karl von Savigny kennen und verliebte in ihn. Jedoch wurde Savigny von ihrer Leidenschaft und zugleich von ihrem Intellekt verscheucht. Später traf sie Clemens, den Bruder der Brentano Schwestern und verliebte sich auch in ihn. Clemens, der die Hochzeit zwischen seiner Schwester Gunda und Savigny ermutigte, wurde von Karoline bezaubert. Er fragte sie, warum sie ihre Werke veröffentlichen wollte. Sie antwortete:
immer ... lebendig ist die Sehnsucht in mir, mein Leben in einer bleibenden Form auszusprechen, in einer Gestalt, die würdig sei, zu den Vortrefflichsten hinzutreten, sie zu grüßen und Gemeinschaft mit ihnen zu haben. Ja, nach dieser Gemeinschaft hat mir stets gelüstet, dies ist die Kirche nach der mein Geist stets wallfahrtet auf Erden (Riley 116).
Aber Clemens konnte ihre Sehnsucht überhaupt nicht erfüllen. Später entdeckte Günderrode, daß er psychologische Probleme hatte, und die Verbindung wurde schnell aufgelöst.

Karolines Verbindung mit Kreuzer, einem schon verheirateten Professor an der Universität Heidelberg, führte einen Skandal herbei. Diese Affäre wurde sehr kompliziert, und es gab geheime Begegnungen, leeres Gerede von Seiten Creuzers, daß er sich von seiner Frau scheiden lassen würde, und ein Selbstmordpakt. Sie entwickelten sogar einen Plan, wodurch Karoline, angezogen in männlicher Kleidung, Creuzer nach Rußland folgen würde. Creuzer wurde auch ihr literarischer Ratgeber. Günderrode gab ihm das Manuskript für einen Versband, und zusammen entschieden sie, ihn Melete zu nennen. Dieser Band enthält einige der besten Dichtungen Günderrodes, wie Die eine Klage. Dieses Gedicht ist romantisch aufgebaut. Da es einer Einfachheit des Reims und Rhythmus folgt, findet man das Gedicht ungewöhnlich, wenn es mit ihren anderen Lyrik, die philosophische oder klassische Themen und komplexere Formen zeigen, verglichen wird. Das Thema des Gedichts ist die Einzigartigkeit jedes Einzelnen und die Erfahrung mit dem Verlust:

Wer die tiefste aller Wunden
Hat in Geist und Sinn empfunden
Bittrer Trennung Schmerz;
Wer geliebt was er verlohren,
Lassen muß was er erkohren,
Das geliebte Herz;


Wieso ganz in Herz und Sinnen
Konnt' ein Wesen liebgewinnen
O! den tröstet's nicht
Daß für Freuden, die verlohren,
Neue werden neu gebohren:
Jene sind's doch nicht.
Das geliebte, süße Leben,
Dieses Nehmen und dies Geben,
Wort und Sinn und Blick,
Dieses Suchen und dies Finden,
Dieses Denken und Empfinden
Giebt kein Gott zurück (Riley 116).

1806 schrieb Creuzer Karoline einen Brief, in dem er die Affäre abbrach. Günderrode bekam diesen Brief in Winkel am Rhein, und am 26. Juli 1806 ging sie zum Rhein, trieb einen Dolch in ihre Brust und sprang in den Fluß mit einem steingefüllten Umschlagetuch. Dadurch erreichte sie, ihr Leben zu Ende zu bringen. Als Creuzer von ihrem Tod erfuhr, befiehl er, mit der Veröffentlichung von Melete aufzuhören und die schon gedruckten Teile davon zu zerstören. Nach Christa Wolf starb Günderrode damit einen zweiten Tod. Die Existenz dieses Werkes blieb bis 1896 unbekannt, als eine einzelne Kopie in Burg Neuburg entdeckt wurde. 1906 wurden vierhundert Kopien von Leopold Hirschberg herausgegeben.

Die bizarre Art und Weise ihres Todes erregete Aufsehen. Natürlich wurde sofort angenommen, daß ihre Affäre mit Creuzer die Ursache ihres Selbstmords sei, aber schon am 29. August 1801 hatte Günderrode ihren Wunsch zu sterben und wie unmöglich es schien, weiterzuleben, aufgeschrieben: "Der alte Wunsch einen Heldentod zu sterben ergrif mich mit großer Heftigkeit; unleidlich war es mir noch zu leben...."(Riley 116). Bei dem Rätsel ihres Todes gibt es eine weitere verwirrende Frage. Augenscheinlich wollte sie sich nicht nur umbringen, sondern auch, daß ihr Leiche nicht mehr zu finden sei, weil sie die Steine im Schal trug, damit ihre Leiche verschwinden würde. Vielleicht strebte sie nicht nur nach dem Tod, sondern auch nach der totalen Selbstvernichtung. Wie dem auch sei, hatte Günderrode vor ihrem Tod drei Bände Poesie, Essays, zwei Dramen, fragmentarische Werke, und einen massenhaften Schriftverkehr vorgelegt.

Wahrscheinlich können die besten Werke Günderrodes in ihrer Poesie gefunden werden. Die Liebe und die Todessehnsucht sind dabei die treibenden Kräfte, und auch werden ihre Alltagserfahrungen im Frankfurter Stift zusammen mit ihrem Verlangen nach Menschsein oft geschildert. Sie experimentierte mit verschiedenen Formen und Themen, wie der Sonette; romatischen Völkliedern; Balladen; Liebeslyrik; philosophischer Dichtung, wie Schiller sie schrieb; und auch klassischem Vers in dem Hexameter. Weil sie so vielseitig war, kann sie weder in die romatische noch in die klassische Schule unbedingt eingeteilt werden. Diese Mannigfaltigkeit kann zum Beispiel in ihrer Liebespoesie wie Hochroth, Die Liebe, die romantischen Gedichte An Clemens und Einstens lebt ich süßes Leben, und das klassische Gedicht Ariadne auf Naxos oder Orphisches Lied gefunden werden. Karoline benutzte oft Themen aus exotischen Ländern, die sie besuchen wollte. Die Malabrischen Witwen zum Beispiel ging um den indischen Glauben, daß die lebenen Witwen sich mit ihren verstorbenen Ehemännern im Feuertod wiedervereint wurden. Bei Der Nil verglich Günderrode den Fluß mit einem Ritual der Fruchtbarkeit. Man kann sich vorstellen, daß solch eine Analogie damals relativ umstritten war. Das Leitmotiv des Suchens nach dem Wissen und der Wahrheit wurde in ihren philosophischen Werken wie Des Wanderers Niederfahrt und Der Adept dargestellt.

Die Prosa, die Karoline schrieb, war etwas beschränkt. Sie drehte sich um die philosophische Fragen, von denen die deutschen Dichter damals besessen wurden. Wie schon besprochen, enthält Die Manen einen Dialog zwischen einem Lehrer and einem Lehrling, in dem der Lehrling entdeckt, daß die Geschichte eine geistige Verständigung zwischen den Lebendigen und den Verstorbenen darstellt. Schiller schrieb über ähnliche Themen mit ähnlichen Methoden in einigen seiner Werke, wie man in Das Götterbild zu Sais und Resignation sehen kann. Günderrodes Ein apokalyptisches Fragment beschreibt die mystische Vereinigung des Geistes mit seiner Umwelt, in der "Eins und alles" (Riley 117) verschmilzt:

Drum, wer Ohren hat zu hören, der höre! Es ist nicht zwei, nicht drei, nicht tausende, es ist Eins und alles; es ist nicht Körper und Geist geschieden, daß das eine der Zeit, das andere der Ewigkeit angehöre sich selbst, und ist Zeit und Ewigkeit zugleich, und sichtbar, und unsichtbar, bleibend im Wandel, ein unendliches Leben (Campbell 2)
Zu der Zeit war Karoline eine der wenigen Frauen, die Dramen schrieben. Mit ihren beiden Dramen Immortalita und Mora wird der Wunsch nach Menschsein wieder angespielt. In Mora wählt die Hauptfigur, Mora Frothal, den König von Skandinavien lieber als seinen Rivalen Karmor, um ihr Liebhaber zu werden. Während einer Jagt wird Mora von Frothal in seine Rüstung gekleidet: "Nimm die Waffen der Könige Skandinaviens, daß du glänzest im Stahle der Helden" (Riley 117). So angezogen trifft sie Karmor, der sie nicht wiedererkennt. Weil er glaubt, daß sie Frothal ist, fordert er sie heraus. Mora nimmt die Herausforderung an: "...mich dürstet nach Kampf, mein Muth jauchzt der Gefahr entgegen, komm!" (Riley 117). Dadurch wird sie getötet.

Die weiblichen Hauptfiguren Günderrodes zeigen, daß der Tod kein Ende sei, sondern "ein chemischer Prozeß, eine Scheidung der Kräfte, aber kein Vernichter" (Riley 117). Die Hauptfiguren enthalten auch einen heldenhaften Geist, der den noblen aber schwierigeren Weg eher als einen Kompromiß wählen würde, um ein Problem zu lösen. Günderrode verweigerte auch, die schimpfliche Behandlung der unvollkommenden Gesellschaft zu dulden, wie ihr Tod zeigte.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden drei verschiedene Bilder Günderrodes festgesetzt. Die romantische Selbstmörderin, der schöpferische aber gehemmte Mentor der Bettine Brentano von Arnim, und das ätherische Ideal, das Margaret Fuller, eine transzendentale Philosophin, sich erdachte (Campbell 2). Die Grundlage dieses Ideals basierte Fuller auf der Charakterentwicklung Bettines in Die Günderode. Zuerst wird Karoline durch die Augen der jungen Bettine Brentano und später durch die Augen der älteren Bettine von Arnim, und danach durch die Augen des Lesers betrachtet. Man könnte also sagen, daß Karoline durch eine Doppellinse angeschaut wird und Die Günderode wurde dadurch ein Werk, das nicht unbedingt die Wahrheit oder ein echtes Bild der Günderrode repräsentiert (Campbell 2).

Seitdem Christa Wolf die Werke Günderrodes während der siebziger Jahre neuentdeckte, wurde eine ganze Menge Darstellungen der Autorin angeboten. Die Fragen entstehen: "Wer war Karoline von Günderrode?" und "Was ist die Wahrheit?" und "Kann sie verstanden werden, da eine Anzahl der Wahrheiten existieren?" (Campbell 3) Günderrode war eine junge, arme, traurige Adlige. Sie wurde in vielen Sinnen ein wunderlicher Mensch, der schwierig näherzukommen und zu verstehen war. Sie war Mentor und Frauenrechtler in ihrer Zeit. Sie war eine geistige, gebildete Frau einer Gesellschaft, in der sie keine Annahme finden konnte. Dadurch ist ihr Leben zu einem Widerspruch geworden, als sie nach dieser Annahme strebte. Ihr Bild heute besteht aus Tatsachen und Fiktion, aus einem Leben und einer Legende (Campbell 3). Sie bleibt uns eine wichtige Schrifterstellerin und Mensch der Geschichte, von dem wir noch viel lernen können.


Bibliographie

1. C. Campbel, Ein apokaliptisches Fragement. [http://www.reed.edu/ ~ccampbel/tkp/KvG/texts/Fragment_D.html] November 1996.

2. C. Campbel, Comprehending a Suicide?. [http://www.reed.edu/ ~ccampbel/tkp/KvG/excursi/Suicide_Text.html] November 1996.

3. C. Campbel, Woman, Mentor, Muse?. [http://www.reed.edu/ ~ccampbel/tkp/KvG/excrusi/WMM_Text.html] November 1996.

4. Holle, Jörg, Karoline von Günderode in Deutsche Schriftsteller im Porträt, Band 3, Göres, Jörn, editor. München: Verlag C.H. Beck, 1980, p. 87.

5. Riley, Helene M. Kastinger, Caroline von Günderrode in Dictionary of Literary Biography, Volume 90; German Writers in the Age of Goethe 1789-1832, Hardin, James and Schweitzer, Christoph E., editors. Detroit: A Bruccoli Clark Layman Book, Gale Research Inc., 1989, pps. 114- 117.

6. Waldstein, Edith, Goethe and Beyond: Bettine von Arnim's Correspondence with a Child and Günderode in In the Shadow of Olympus; German Women Writers Around 1800, Goodman, Katherine R. and Waldstein, Edith, editors. New York: State University of New York Press, 1992, pps. 95-114.