GER 342: German Literature
Oregon State University
March 6, 1997

Georg Herwegh und seine Zeit

von Alex Roesinger

In deutschen Ländern herrschen große Unruhen. Die Bürgerschaft kämpft für eine Umgestaltung Deutschlands in eine füderative Republik, für die Trennung von Staat und Kirche, für ein gerechtes Verhältnis zwischen Arbeit und Wohlstand,--für Freiheit. Nach dem Schreck der Französichen Revolution und den Napolischen Kriegen, sichern sich die Mächtigen wieder ihre Thröne. Die “Jungen Deutschen", eine Gruppe Dichter, setzen sich für das Volk mit Rat und Tat ein. Sie tun alles, und alles ist zusammen getan, um dem Volk ein besseres Land zu geben und den Mächtigen ihre wichtigen Probleme zu zeigen. In einer Zeit von revolutionären Denkern ist und bleibt Georg Herwegh der radikalste unter ihnen.

Deutscher Freiheit...Auferstehen
Kostet eine Höllenfahrt.
-Georg Herwegh

Georg Herweg wurde am 31.Mai 1817 in Stuttgart geboren und ist am 7. April 1875 in Baden-Baden gestorben. Er war Sohn eines Gastwirts und wollte Theologie studieren. Er lebte eigentlich nicht sehr lange im deutschen Raum, weil er schon als Junge von der Regierung als eine Bedrohung angesehen wurde. Er zog 1839 in die Schweiz und kämpfte immer noch sehr gegen die ungerechte Lebensart seiner Heimat. Er war Idealist, und er war nie zufrieden war, wenn er nicht genau das bekam, wozu er sich entschlossen hatte. Er war deshalb nicht sehr oft ein zufriedner Mensch. Er blieb nicht lange in der Schule, aber das verhinderte ihn nicht, nämlich wurde er Führer von zwei Aufständen, die aus Frankreich kamen. Sein Werk ist ausdrücklich tagespolitischen Ereignissen und demokratischen Prinzipien verpflichtet.

Seine Gedichte eines Lebendigen schrieb er 1841-1843 in der Schweiz. Diese Gedichte wurden so populär, daß er Deutschland bereiste, um die Leute zu überzeugen, für seine Ideen zu kämpfen. Er wollte etwas anfangen, was die Regierung nicht ändern konnte: Er wollte den Leuten zeigen, wie sie die Macht kommen konnten.

In diesem Teil von Europa, wenn es nicht gerade eine Revolution gab, wurde eine geplant. Diese Revolutionen wurden meistens von den Machtbern ziemlich flott zerstürt, und es schien, als ob das deutsche Volk nie ein organisiertes System haben würde, ihre Wünsche zu verwirklichen. Das heißt aber nicht, daß die Menschen nicht fleißig wieder und wieder durch Revolution ihre Wörter sprechen ????. Und Herwegh sprach immer über die Revolution.

Einer, der seine Worte höte saß in Preußen auf dem Thron. 1840 wurde Fredrich Wilhelm IV. Künig von Preußen. Er gab sich liberal, verkündete eine Amnestie für politische Gefangene und erlechterte die Lage der Presse. Georg Herwegh, der durch die Veröffentlichung seiner Gedichte eines Lebendigen sehr populär war, wurde vom König mit dem Worten “Ich liebe eine gesinnungsvolle Opposition" ???? zur Audienz empfangen. Nachher mußte Herwegh aber das Land verlassen.

Das Volk Preußens wartete auf Reformen und eine Verfassung, aber der König wollte sich nicht darauf einlassen. Eine Wirtschaftskrise verschlechterte die allgemeine Lage. Wegen der schweren Mißernten der Jahre 1845-1846 stiegen die Preise, und 1847 griff die Krise auf die Industrie über. Man begann Fabriken stillzulegen. Der Staat war am Rande des Bankrotts. Der König rief den Landtag mit bürgerlichen Abgeordneten zusammen und bat um neue Steuergelder, wurde aber abgewiesen. König und Volk standen sich immer mehr gegenüber bis beide Seiten zu ihren Waffen griffen.

Alles passierte ziemlich schnell für die Jungdeutschen, auch für Georg Herwegh. Jetzt war nämlich die Zeit gekommen, etwas zu tun, wenn es je getan werden sollte. Sie mußten alle in einem jungen Alter viel tun, was viele noch nie getan hatten. Sie glaubten, daß die Literatur das beste Zeichen des Wohlstands???? eines Landes sei. Die Literatur wiederspiegelte genau, was die Leute denken, und die Machthaber müssten gut aufpassen, um immer die Gefühle der Menschen in ihren Ländern zu erkennen, sie wollten keine Revolution. Nicht viele der Jungdeutschen wollten eigentlich Führer der Aufstände sein, aber Georg Herweg zwang sich in diese Rolle. Er versuchte 1848 mit einer Legion aus Frankreich, den Heckerzug ????? zu unterstützen, aber seine Gruppe wurde von württembergischen Truppen geschlagen. Das zeigt uns sein Ernst: er war nicht nur Dichter sondern auch Führer.

In seinem Gedicht Aufruf schreibt Herwegh viele starke Wörter, die den Leuten zeigten, was für Gedanken er hatte, wie zum Beispiel: "In den Städten sei nur Trauern...." Herwegh dachte nie daran, der Zukunft ein Horoskop zu stellen, aber er wollte jedem zeigen, daß die Leute sich merken sollten, was die Machthaber ihnen antaten, und was sie darüber machen könnten. Es ging ihm um Vordeutungen, er wollte den Menschen zeigen wie es ausgehen wüde, wenn einer ihnen den Weg zeigte. Er fragte sich öfter, ob es besser sei, einen Eindruck mit einer Feder oder einem Schwert zu machen. Es ist mir aber klar, daß er im großen ganzen eher durch Gewalt sein Ziel erreichen wollte, auch wenn es ihm nie gelang, aber in Wirklichkeit erreichte Herwegh viel mehr mit seiner Feder als mit seinem Schwert.

1848-1849 gab es in Baden einen Volksaufstand. Die Leute wollten hier die badische Republik verwirklichen. Sie waren gegen die Politik, die in Preußen gemacht wurde. Genau ???? DATE als der neue Preußische König Friedrich Wilhelm IV. sich in der Paulskirche zum deutschen Kaiser krönen wollte, scheiterte die bürgerliche Revolution ???WO?. Die Radikalen, mit Herwegh zusammen, handelten sofort in Baden, wo sie eine Republik gründen wollten. Für eine kurze Zeit war es so: sie nahmen kurz die Macht von den Machthabern weg. Das Volk kämpfte hart und lang für die Republik, weil sie glaubten, wie es jetzt für sie stand, war es nicht wie sie leben wollten.

“Reißt die Kreuze aus der Erden // Alle sollen Schwerter werden..." schrieb Herwegh in Aufruf. Diese Zeilen zeigen uns, Herwegh wußte genau, wie sein Ziel zu erreichen war: durch die radikalste Macht, die es gibt, mit Waffen. Es fiel aber kurze Zeit später für die Badner schlecht aus. Die Regierung übernahm bald wieder das badische Land, ein großer Schrek für die Badener. Am 23. Juni marschierten die Preußen in Karlsruhe ein. 15.000 kämpften gegen die preußische Militärmaschine, und sie wurden niedergeschlagen. Später sagen sie Lieder zu ihren Kindern gegen die preußische Besatzung,wie zum Beispiel im Badischen Wiegenlied von Karl Ludwig Pfau:

Schlaf mein Kind, schlaf leis,
dort drauben geht der Preuß,
Deinen Vater hat er umgebracht,
deine Mutter hat er arm gemacht;
und wer nicht schläft in stiller Ruh,
dem drückt der Preub die Augen zu...
Nicht ein sehr gemütliches Lied, einem Kind zu singen, bevor es ins Bett geht, aber so war es in dieser Zeit, weil niemand dem anderen die Macht geben wollte.

Die Revolution in Baden war zu Ende und Georg Herwegh mubte wieder in die Schweiz fliehen. Es gab nie für ihn einen Platz in Deutschland, nur ein Platz für seine Literatur. Er schrieb:

Die Literatur zur Zeit ist eine Revolution in sich selbst. Sie ist so rasch geschrieben, wie der Gang der Zeit, schneidend, wie ein Schwert, schön wie die Freiheit und der Frühling.(Citation????)
Er glaubte, mit vielen anderen zusammen, daß die Literatur die Rolle war, einem Land zu zeigen, wo es steht, und wohin es muß.

Georg Herwegh war wichtig. Es ist nicht oft, daß man einen Dichter findet, der sein ganzes Leben lang radikal ist. Die meisten Dichter der Zeit waren ab und zu radikal, aber Herwegh blieb so, weil er dachte, nur so kann er einen Unterschied machen. Auch wenn er nicht immer im deutschen Raum war, verstand er die Ideen des Volkes, und wußte auch, daß die Regierung nicht genug machte, den Leuten zu helfen. Der einzige Grund, eine Revolution zu unternehmen, ist, wenn die Leute, die die Umstände ändern könnten, nichts tun, dann ist eine Revolution berechtigt. Georg Herwegh war einer von den Dichtern, der Leute aus allen möglichen Schichten zusammenbringen konnte. Es ist fast nicht zu glauben, daß einer mit solchen extremen Ideen populär wurde, aber sowas war für das Volk genau nötig. Die Leute hatten es nötig, seine Ideen zu lesen und dann darüber zu denken. Wenn es schon genug Leute gab, mehere Aufstände zu unternehmen, ist das ein Zeichen dafür, da&szig; die Leute zuhörten. Er glaubte, dab die Freiheit vor dem Frieden komme. Solche Ideen hörten die Menschen. Alle wollten die Freiheit, aber keine hatte sie. Er blieb sein Leben lang Idealist, dadurch gab er dem Volk die Hoffnung auf Besserung. Nie lebte er lang in der Heimat, nur 1866 kam er wieder zurück. Er war ja wegen seiner wahnsinnigen Ideen aus Deuschland verbannt. In seinem späteren Leben bekannte er sich zum Sozialismus, aber war immernoch für die selbe Freiheit, fü die er immer war. Die unbegrenzte Freiheit war das Ziel, für das er sein ganzes Leben arbeitete. Es ist schade, daß es heutzutag nicht mehr Leute gibt, die nur für das Wohl aller Menschen arbeiten.


Bibliographie

  1. Benno von Weise. Die Deutsche Literatur. Beck’sch Verlagsbuchandlung, 1965.

  2. Siegrief Mews. Nineteenth Century German Writers. Detroit: Gate Research, 1985.

  3. http://www.glasnoist.de:80/hist/allgemein/dgesch7.html. 2-24-97 @ 3:11P.M.

  4. http://www.carleton.ca/~kmenard/gedichtenuernberg.html. 2-20-97 @ 5:40P.M