Der Naturalismus war eine Bewegung in ganz Europa, wie zum
Beispiel bei dem Franzosen Emile Zola (1840-1902), dem Norweger Henrik Ibsen
(1828-1906) und
dem Schweden August Strindberg (1849-1912). Die Skandinavier waren für den deutschen Naturalismus besonders wichtig.
Die Naturalisten sahen den Menschen als Produkt seiner Vererbung und seines
Milieus1, und er ist
von diesen Faktoren determiniert (=Social Darwinism).
Es gibt überhaupt2 keine Metaphysik mehr, keine Ethik, nichts
Transzendentales.
Charakteristiken der Literatur des Naturalismus:
Die Naturalistensetzten3 die objektivierende Tendenz, die im
Realismus begann, radikal fort.
Sie wollten die Welt schildern4, genau wie sie wirklich
ist, ohne alle poetische
Verschönerung. Man zeigte:
Das Häßliche
Sex
Die Triebe
Die Probleme
der kleinen Menschen
Viel
Gesellschaftskritik, besonders die Gesellschaft der Großstädte.
Der Dichter soll wie eine
Kamera alles
wiedergeben, mit wissenschaftlicher Exaktheit.
Er soll aber doch die kausale
Zusammenhänge5 klar zeigen,
d.h. zeigen, warum die Welt so ist.
Für die Naturalisten waren die Ideen von Ludwig
Feuerbach, Charles
Darwin und Karl Marx wichtig.