Deutschland zwischen 1945 und 2000
- Am 8. Mai 1945 kapitulierte Deutschland und der Zweite
Weltkrieg war in Europa zu Ende. Wichtige Ereignisse1
in den ersten Jahren nach dem Krieg:
- Das Land wurde von den Alliierten (USA,
Großbritannien, Frankreich, Sowjet Union) in vier Besatzungszonen
2 aufgeteilt.
- Millionen von Flüchtlingen
3 aus den Gebieten auf der östlichen
Seite der Flüße Oder und Neiße kamen in die
westlichen Teile des Landes.
- In der ersten Zeit dachten die Deutschen nur ans
Überleben, dann begann der politische, gesellschaftliche,
und wirtschaftliche Wiederaufbau des Landes.
- 1949 wurden die Bundesrepublik Deutschland (in den
Zonen der westlichen Alliierten) und die Deutsche Demokratische
Republik (in der Sowjetzone) gegründet.
- Die BRD hatte (und hat) eine Verfassung4 (das Grundgesetz ) als Basis
einer demokratischen politischen und gesellschaftlichen
Ordnung.
- Die DDR hatte auch eine Verfassung, aber sie war
keine demokratische, sondern eine sozialistische Republik wie
die Sowjet Union.
- Es gab vom Anfang an zwischen dem Westen und dem Osten viel
Spannung5 (Berlin-Blockade, Luftbrücke, Kalter
Krieg, Berliner Mauer).
- Die Entwicklung in den zwei Ländern:
- Die Bundesrepublik Deutschland:
- In den 50iger Jahren begann das Land
wirtschaftlich zu florieren: das Wirtschaftswunder.
- Die Verbrechen6 der Nazizeit, dann die Spannung
zwischen Ost und West und die Spaltung7 Deutschlands brachten in der
BRD Identitätskrisen, aber auch, daß viele
Menschen nicht an die Vergangenheit denken wollten. Sie
wollten lieber an die schöne neue Zeit des Wohlstandes8 denken.
- Allmählich gab es immer mehr besonders junge Menschen,
die diese Fragen besprechen wollten. Wichtige
gesellschaftliche Bewegungen in der BRD ab den 60iger
Jahren:
- Studentenbewegung 1968.
- Außerparlamentarische Opposition.
- Frauenbewegung.
- Friedensinitiativen.
- Die ökologische Bewegung.
- Offiziell wollte die BRD immer die Vereinigung
mit der DDR, aber in der Tat dachten in den 80iger
Jahren nicht viele Menschen daran. Die meisten dachten, es
sei nicht mehr möglich.
- Aber Ende der 80iger Jahre kam es doch, und die zwei
Länder wurden zusammen die neue Bundesrepublik
Deutschland.
- Die Deutsche Demokratische Republik:
- Alles wurde vom Staat und von der
Kommunistische Partei (SED) kontrolliert. Sehr wichtig: Die
Stasi (Ministerium für Staatsicherheit), die
Polizei, die alles überwachte9.
- 1953 gab es einen Aufstand10 gegen den Staat, aber er wurde
schnell gebrochen.
- In den 50iger Jahre verließen viele Menschen das
Land und gingen in den Westen.
- So viele gingen in den Westen, daß die DDR
etwas dagegen machen mußte. Weil man nur noch
über Berlin die DDR verlassen konnte, baute die
DDR 1961 die Berliner Mauer.
- Nach dem Bau der Mauer mußten die Bürger sich
mit dem Staat abfinden, und viele zogen sich in die private
Sphähre zurück.
- Bis in die 70iger Jahre lief die Wirtschaft gut, und die
Menschen hatten immer mehr Konsumgüter, aber nicht so
viel wie die Menschen in der BRD.
- Eine Periode der Stagnation in der Wirtschaft und
politische Entwicklungen in Deutschland und anderen Ländern
motivierten Dissidenten in den 80iger Jahren, immer offener
gegen den Staat zu sprechen und zu demonstrieren.
- Viele wurden verhaftet11,
aber ihre Stimmen wurden trotzdem immer lauter. Nachdem 1985
Gorbachev in der Sowjet Union an die Macht kam, konnten die
Führer der DDR nicht mehr darauf zählen,
daß die Sowjet Union ihnen in einer Krise helfen
würde.
- Am Ende der 80iger Jahre kam es zu einer solchen Krise,
weil die Bürger des Landes wollten, das die DDR
verändert werden sollte. Die Führer des Staates konnten
die Krise nicht lösen, und das bedeutete das Ende der
DDR.
- 1989 wurde die Berliner Mauer, das Symbol der macht des
DDR-Staates, geöffnet, 1990 kam die Vereinigung mit der
BRD.
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DIE LITERATUR
Die Literatur entwickelte sich anders in den zwei deutschen
Ländern. Es gab aber in beiden Ländern keine Bewegungen
mehr.
Literatur im Westen,
1945-1997.