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DER HISTORISCHE HINTERGRUND (3): Das Junge Deutschland und Biedermeier


Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts (nach Napoleon)

  1. Die Franzözische Revolution war zu Ende, Napoleon war im Exil, und die Länder, die ihn besiegten1, wollten ihre Macht stärken. Nach dem Wiener Kongreß von 1814-15 gab es eine Restauration der alten Ordnung unter der Vorherrschaft2 Österreichs. (Mehr unten.)

  2. Die industrielle Revolution, ausgehend von England, brachte bedeutende wirtschaftliche3 und politische Veränderungen:
    • Das Bürgertum 4 wurde stärker;
    • Der ökonomische Liberalismus (Theoretiker: Adam Smith (Do not confuse economic liberalism with what we call liberalism in the US today!) brachte ungehemmte 5 wirtschaftliche Konkurrenz.

  3. Zu der bürgerlichen Weltanschauung 6 gehörte das Recht des Individuums, sich zu entfalten7, auch die Forderung 8 nach Menschenrechten und einer Verfassung9.

  4. Mit der wirtschaftlichen Expansion kam auch die soziale Frage:
    • Viele Menschen zogen von dem Land in die Stadt, um dort in den neuen Fabriken zu arbeiten, aber sie verdienten wenig Geld und waren sehr arm. Sie lebten in schlechten Wohnungen, wo die Hygenie kaum existierte, und waren oft krank.
    • Diese Menschen nannte man Proletarier. Weil sie von den Industriellen, denen die Fabriken gehörten, oft exploitiert wurden, begann jetzt die Arbeiterbewegungen, zu denen die sozialistische und auch kommunistische Bewegung gehörten. Die Menschen in diesen Bewegung wollten die Gesellschaft durch eine Änderung der ganzen Wirtschaft verändern.

  5. Seit den Napoleonischen Kriegen strebten10 viele nach einer geeinten Nation (Nationalismus war zu dieser Zeit eine europäische Bewegung), und diese Idee einer Nation war oft mit sozialen Forderungen verbunden. In dieser Bewegung waren Professoren und Studenten (in Burschenschaften11) führend.

  6. Gegen dieses Streben stand nach dem Wiener Kongreß von 1814/15 die Politik Metternichs (Außenminister von Österreich, er beeinflußte12 die Politik jahrzehntelang stark):

  7. Durch die Heilige Allianz zwischen Rußland, Preußen und Österreich begann eine lange Friedenszeit16 in Europa, aber auch die Abwehr 17 progressiver Ideen.

  8. Deutschland war noch immer kein Staat, aber jetzt gab es einen losen Staatenbund, den Deutschen Bund18. 1815 wurde der Bund gegründet (35 Staaten unter der Führung von Fürsten19 und 4 freie Reichsstädte unter Führung Preußens, aber kein richtiger Staat).

  9. Bis 1866 gab es immer einen Machtkampf20 zwischen Preußen und Österreich für die Vorherrschaft im deutschen Raum.

  10. Das Bürgertum, die aufsteigende21 Klasse in ganz Europa, war in Deutschland wirtschaftlich aber nicht politisch emanzipiert. Viele Bürger lebten für die Familie, das Zuhause und das Geschäft, abgetrennt22 von der Politik. Andere (eine Minderheit) aber versuchten, gegen das System zu kämpfen und wurden verfolgt23.

DIE LITERATUR

  1. In der Literatur am Anfang des 19. Jahrhunderts gab es DichterInnen, die direkt in die Politik eingreifen24 wollten und die gegen das restaurative System kämpften, und andere, die sich nicht politisch engagierten.

  2. Die politischen Dichter nennt man oft Das junge Deutschland und/oder Vormärz.

  3. Die anderen zählt man zu einer Gruppe von DichterInnen des Überganges25 zwischen der Romantik und der breiten Literaturbewegung des Realismus, der danach folgt. Diese Gruppe nennt man manchmal Biedermeier.


Biedermeier und Junges Deutschland.
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Vokabeln für diese Seite:
Wirtschaft
Bürgertum/Proletariat/Adel (Fürst, Herrscher, König, Herzog, Graf, Baron, usw)
Forderung
Recht/Menschenrechte
Verfassung
verändern/Veränderung
Herrschaft
Zustand
Bund (die Bundesrepublik Deutschland!)
engagieren/engagiert sein

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