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GEORG HERWEGH (1817-1875)


Sein Leben

Herwegh ist am 31.5.1817 in Stuttgart geboren und am 7.4.1875 in Baden-Baden gestorben.

Herwegh war der Sohn eines Gastwirts und wollte Theologie studieren, er wurde aber wegen seines Benehmens aus der Schule verwiesen. Er arbeitete dann als Journalist und Übersetzer. Später mußte er in die Schweiz fliehen, weil er einen Offizier beleidigt hatte. In der Schweiz schrieb er Artikel über Literatur und Politik für die liberale Zeitung Deutsche Volkshalle. In Zürich erschienen 1841-43 seine Gedichte eines Lebendigen. In Preußen verbot man dieses Werk, aber es wurde sehr populär. Weil es so populär war, machte er eine Reise durch Deutschland, und in Preußen hatte er eine Audienz mit dem König, aber dann verwies der König ihn des Landes.

1843 veröffentlichte Herwegh einen zweiten Teil der Gedichte und ging nach Paris. 1848 führte er eine Gruppe Deutscher von Frankreich nach Baden, um dort für die Revolution zu kämpfen, und er mußte nach dem Ende der Revolution wieder in die Schweiz fliehen. Jetzt war er enttäuscht und hatte nicht mehr viel Geld. Er lebte in Zürich, bis er nach einer Amnestie nach Baden-Baden zog. Am Ende seines Lebens schrieb er Lieder für Lassalles Arbeiterverein und die Sozialdemokratische Arbeiterpartei.

Viele der Jungdeutschen wurden später im Leben konservativer, aber nicht Herwegh, der sein ganzes Leben lang Radikaldemokrat blieb, allerdings mit immer weniger Illusionen. Er kritisierte laut den Nationalismus des Bismarckschen Preußen. Für Herwegh soll die Poesie eine Vorläuferin der politischen Tat sein.


Informationen im Web: Herwegh


Wichtige Werke:


Junges Deutschland.
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