Ger 341: German Literature
Oregon State University
December 2, 1999
Friedrich Schlegel (1767-1829)

von Bradley Stave

Friedrich Schlegel lebte von 1767 bis 1829. Er starb im Alter von 64 Jahren. Für viele Leute ist das nicht lang genug, im Leben etwas zu erreichen. Für Herrn Schlegel war es doch lang genug. Er war nicht nur Dichter, sondern auch Literaturkritiker und Kulturphilosoph. In diesem Bericht werde ich über das besondere Leben von Friedrich Schlegel schreiben, nicht nur über sein Leben, sondern auch, warum er so wichtig für die deutsche Kultur und Literatur war.

Carl Wilhelm Friedrich Schlegel wurde am 10. März 1767 in Hannover geboren. Er war nicht der einzige Sohn von Johann Adolf und Johanna Christiane Erdmuthe Schlegels. Seine arme Mutter hatte ja fünf Söhne und einen Mann, so könnte man sagen, daß sie sechs Söhne hätte. Die Schlegels hatten eine lange Familientradition. Sie waren Pastoren, Juristen, Beamte und Schriftsteller. Man kann sagen, daß auch Friedrich, wie seine ganze Familie, viel gemacht hat. Bestimmt war für Friedrich Schlegel sein Bruder August Wilhelm Schlegel sein wichtigster Verwandter. Friedrich hatte nicht viel mit seinem Vater zu tun. Sein Vater war ein sehr berühmter Pastor der Evangelischen Kirche und war nicht oft zu Hause.

Friedrich Schlegel war kein einfaches Kind. Als er klein war, war er sehr oft krank. Weil er einsam war, lebte er ein paar Jahre nicht mit seiner Familie, sondern mit seinen Verwandten zusammen. Später, als er älter war, arbeitete er in Leipzig als Bankier. Leider machte es ihm keinen Spaß, und er hörte bald damit auf. Friedrich Schlegel fuhr zurück nach Hannover, und da fing alles für ihn an. Am Anfang studierte er das klassische Griechenland und lernte sehr schnell viel über die alte Geschichte. In den Jahren 1790/91 besuchte Friedrich Schlegel zusammen mit seinem Bruder August Wilhelm die Universität in Göttingen. In dem Jahr, in dem sie zusammen studierten, begann eine neue "Freundschaft" zwischen den Brüdern. An der Universität Göttingen studierte Friedrich Jura. Als August Wilhelm Schlegel im Jahr 1781 mit seinem Studium fertig wurde, trennten sich die beiden Brüder. August begann eine Stelle als Hauslehre bei einem Bankier in Amsterdam. Die Brüder hielten aber durch Briefe den Kontakt zu einander. Durch diese Briefe lernen wir viel über Friedrich. Er schrieb zum Beispiel einmal:

Allerdings habe ich sehr viel Pläne dazu, und ich glaube ich werde die meisten ausführen; nicht sowohl aus Liebe zum Werke als aus einem Triebe,der mich von früh an schon besaßen, dem verzehrenden Triebe nach Tätigkeit, oder wie ich ihn noch lieber nennen möchte die Sehnsucht nach dem unendlichen (Peter 22).

Im Jahr 1792 zog Friedrich nach Dresden zu seiner Schwester und ihrem Mann. Als Friedrich in Dresden war, lernte er Caroline Böhmer kennen. Caroline war bestimmt sehr wichtig für das Leben von August. Er hatte sie heftig umworben und war von Amsterdam aus in brieflichem Kontakt mit ihr. Carolines Leben war aber für beide Brüder sehr wichtig. Friedrich schrieb einmal, daß er durch sie besser geworden ist. Als Caroline in Mainz lebte, erlebte sie die französischen Revolutionstruppen. Durch Carolines Erfahrungen und diese Revolution entdeckten die Brüder Schlegel viele neue Ideen. Zu diesem Zeitpunkt war in Deutschland keine Brüderlichkeit oder Gleichberechtigung. Deutschland war eigentlich kein Land, sondern viele kleine Länder ohne viele Gemeinsamkeiten. Zu dieser Zeit konnte man in der deutschen Literatur viel über solche Sachen lesen. Zwischen 1798 und 1800 schrieben die Brüder Schlegel zwei Texte über der Geschichte und Revolution Detuschlands. Diese Texte wurden in Athenäum gesammelt und sind heute noch sehr wichtig für die Werke der Brüder Schlegel und auch der Geschichte Deutschlands.

Im Jahre 1795 zog Friedrich nach Berlin, wo er Johann Friedrich Reichardt traf. Zusammen schrieben sie ein Journal, Deutschland. Wie die beiden erwartet haben, war Deutschland viel zu revolutionär für diese Zeit. Aber ein paar Jahre später klappte es, 1798 produzierten die Brüder viele Kopien von Athenäum. Friedrichs wichtigster Beitrag zu der deutschen literatur war eine Zeitschrift, die die Werke wichtiger Autoren veröffentlichte. Diese Zeitschrift war leider nicht populär, und nur ein paar Leser kauften es. Das war den Autoren aber egal. Friedrich von Hardenberg (Novalis), Friedrich Schleiermacher, Ludwig Tieck, Dorothea Veit, und bestimmt auch die Frau von Wilhelm trafen sich zusammen und diskutierten in Jena die Romantik. Dorothea Veit war schon verheiratet, aber ein paar Jahre später schrieb sie ihrem Mann und teilte ihm mit, sie wolle Friedrich heiraten.

Am Ende des Jahrhunderts war Friedrich sehr beschäftigt. Im Jahr 1799 schrieb er seinen einzigen Roman: Lucinde. Dieser Text kombinierte eine Erzählung mit Reflexionen, Briefen, Dialogen und Essays. Es war etwas besonderes, weil es von einer außerehelichen Affäre handelte, und darin wurde besonders die Erotik hergevorhoben. Viele Kritiker glaubten, daß es etwas mit Friedrich und seiner Frau, Dorothea, zu tun habe.

Friedrich Schlegel war ein wichtiger Mensch Deutschlands. Am Ende seines Lebens tritt er zum Katholizismus über. Mit seiner neuen Religion sah er die Welt in einem neuen Licht, und seine neuen Ideen beschrieb er in Deutsches Museum. Er war gegen die französische Dominanz, und als Napoleon im Jahr 1814 besiegt wörde, half Friedrich, den neuen "Deutschen Bund" anzufangen. Er wollte ein "altdeutsches Kaisertum", aber die Österreichischer hatten andere Ideen.

Friedrich Schlegel starb an einem schweren Schlaganfall am 12. Januar 1829 in Dresden. Doch als er starb, wurde er nicht vergessen. Schlegel hatte wichtige Ideen, und er trug viel zu der romantischen Literatur bei. Er war nicht reich, er war auch kein König, aber er dachte 100 Jahre seiner Zeit voraus und hatte auch viel entdeckt.

Literaturverzeichnis

  1. Hans Eichner. "Friedrich Schlegel." Twayne’s World Authors Series. Chicago: Twayne Publishers, Inc., 1970.
  2. Klaus Peter. Friedrich Schlegel. Stuttgart: Sammlung Metzler, 1978.
  3. Author???. "Friedrich Schlegel." Dictionary of Literary Biography Volume 90: German writers in the Age of Goethe, 1789-1832. Ann Arbor: Braun-Brumfield, 1989.