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DIE ROMANTIK (2) (1795-1835)


Einige Charakteristiken der Romantik:
  1. Vieles auf der Welt ist nicht durch die Vernunft zu verstehen; die Welt kann rätselhaft, geheimnisvoll und unberechenbar21 sein. Die Romantiker entdeckten22 die Mächte im Unter- und Unbewußten23: Traum, Ahnung24, Sehnsucht25, das Magische, Zauberische und Gespenstische26, den Magnetismus der Seele27 und die Geheimnisse der Mythen.

  2. Weil die Welt so ist, soll die Literatur nicht vernünftig28 sein. Sie soll viele Gefühle, Ahnungen, das Geheimnisvolle, das Individuum, und viel Phantasie zeigen.

  3. Die Wörter Geist29 und Seele waren sehr wichtig. Nicht nur der Mensch hat sie, sondern auch die Natur hat eine Seele, und der Geist ist überall in der Natur hinter dem Materiellen zu finden: im Wald und Wasser lebt der Geist, Steine und Pflanzen sind lebende Wesen30.

  4. Das Ziel 31 der Literatur (und des Lebens) war die absolute Einheit und Harmonie aller Dinge; absolute Kunst kann die Natur erwecken (den Geist in der Natur). In den Menschen ist der Geist sich bewußt32; also soll der Künstler den Geist in der Natur erwecken, um eine absolute Einheit aller Dinge und der Menschen zu erreichen.

  5. Wenn man diese Einheit hat, kommt man dann zum Geheimnis des Universums, zum Unendlichen.

  6. Vielleicht ist diese Einheit nur im Inneren des kreativen Individuums zu finden, dann ist das Unendliche auch in diesen Menschen (in den Romantikern!) zu finden. Manche Romantiker suchten also den Weg nach Innen, um das Unendliche zu finden. Dieser Weg nach innen war wie ein Weg nach Hause; Novalis nannte alle Philosophie ein "Heimweh"--wir gehen immer nach Hause, dort finden wir, was wir suchen.

  7. In der Kirche fanden einige Romantiker ein Zuhause; sie war das Symbol einer mystischen Gemeinschaft33 im Glauben, gegen die Atomisierung der modernen Welt. Hier hofften sie, das Unendliche zu erleben.

  8. Die Romantiker dachten, ihre Zeit sei eine Endzeit; sie litten34 an die Gleichgültigkeit, Zerstückelung, und an die Unfähigkeit35 zu Großem, die sie in ihrer Zeit sahen.

  9. Die romantische Literatur vermischte die Literaturformen, z.B. Drama + Epik; Erzählung + Märchen.

  10. Die Romantiker hatten eine ganz neue Vision der Kinder und der Kindheit. Die Kinder waren nicht mehr nur kleine Erwachsene, sondern wichtig für sich als Kinder.

Wichtigste Menschen:

Achim von Arnim(1781-1831)
Bettina von Arnim (1785-1859)
Clemens von Brentano (1778-1842)
Joseph von Eichendorff (1788-1857)
Wilhelm (1786-1859) und Jakob (1781-1863) Grimm
Karoline von Günderrode (1780-1806)
E.T.A. Hoffmann (1776-1822)
Heinrich von Kleist (1777-1811) (Manchmal wird Kleist zur Romantik gezählt, manchmal nicht!)
Novalis (Pseudonym) (1772-1801)
Friedrich Schlegel (1772-1829)
Ludwig Tieck (1773-1853)

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Einige interessante Sites zur Romantik:
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