Die Brüder Grimm

Deborah Reed

Jacob und Wilhelm Grimm, die sehr bekannten 'Brüder Grimm' wurden 1785 und 1786 in Hanau, Deutschland geboren. Seit ihrer Kinderheit, hatten sie viel Interesse an die Literatur und die Grammatik. Durch ihre Augen war alles auf der Welt ein Thema für die Lyrik, und wie in Märchen spielten sie oft in dem Wald. Diese Erfahrungen hatten eventuelle einen Einfluß auf ihre späteren Werke und Sammlungen. Sie wurden zwei von den berühmtesten Schriftstellern aller Zeiten.

Während ihrer Jugend interessierten sich die Brüder immer für neue Ideen und gingen diesen Ideen stets nach. Trotz des Todes ihres Vaters im Alter von 11 und 10 bekamen sie ihre Erziehung, obwohl es schwer zu finanzieren war. Die verwitwete Schwester ihres Vaters, die 'Tante Schlemmer' hieß, unterichtete die zwei Jungen nicht nur in Schreiben und Lesen, sondern auch schenkte sie ihnen die Lust auf Bildung. Das hielten sie ihr ganzes Leben fest. Obwohl zu dieser Zeit die Universität nur für die aristokratishe Gesellschaft reserviert war, die Mutter von Jacob und Wilhelm überredete die Universität, daß ihre Söhne die Universität mit einem Stipendium besuchen durften!

Trotz ihrer Liebe der Literatur wurden die Brüder gezwungen, Jura zu studieren, nicht nur weil der Vater Rechtsanwalt war, sondern auch weil ihre Mutter es wünschte. Aber ihre Fähigkeiten zu lernen waren so riesig, daß die zwei nicht nur Jura studierten, sondern auch viele andere Sprachen und die Abstammung der Sprache zusammen mit Geschichte und Literaturwissenschaft. In ihrer Freizeit gestallteten sie immer mit Kollegen Lesegruppen, oder studierten die Forschung der Geschichte und Literatur. Sie betrachteten den Lehrplan der Universität sehr kritisch und machten lieber allein ihr Studium. Die Phantasie der romantischen Literatur war für sie besonderes verlockend. Das 'Mittelalter repräsentiert eine zeitlose, unhistorische Zeit von Abenteuer, hohe Gesinnung, europäische Einheit, und Deutsche Größe...'(Peppard 18). Sie waren von der Phantasie, der Liebe, und dem Guten und Bösen sehr fasziniert. So fängt die Geschichte der Sammlung, die wir heute als die 'Grimms Volksmärchen' kennen, an.

Die Brüder waren auch ziemlich exzentrisch. Sie arbeiteten nicht nur ihr ganzes Leben zusammen, sondern auch wohnten sie ihr ganzes Leben zusammen! Wilhelm heiratete 1825 Dortchen Wild, und bekam schliesslich drei Kinder. Jacob heiratete nie. Für ihn war es genug, Onkel zu sein. Glücklicherweise mochte Dortchen Jacob, und alle wohnten glücklich zusammen.

Als Wegbereiter der Volkskunde, gingen die Brüder Grimm durch ganz Deutschland, um Volksmärchen, die durch Generationen zustande gekommen waren, zu finden. Sie sprachen mit Dienstmädchen, Zimmermännern, Schäfern, Freunden von der Universität, und fast jedem, der eine Geschichte zu erzählen hatte. "Rejecting 18th century rationalism and faith in the future, [the brothers] turned to the neglected masterpieces of Germany's past- epics and ballads, stories and poems that had sprung from the common people" (Burke 110).

Viele Geschichten enstanden in Hessen. Die Brüder lebten lange Zeit hier. Jacob und Wilhelm waren für ihre Sammlung der Volksmärchen sehr bekannt, und viele Leute begegneten den Brüdern, um ihnen ihre Geschichten mitzuteilen. Die Mädchen von nebenan waren auch sehr hilfsbereit. Sie sammelten selber mehrere Märchen und gaben sie den Brüdern. Eine Nachbarin, die 'die Alte Marie' hieß, war besonderes hilfreich. Sie erzählte den Brüdern, 'Dornröschen,' Rotkäppchen,' und 'Schneewittchen und Rosenrot'. Nach dem Sammeln wurden die Märchen endlich kurz vor Weihnachten 1812 verlegt. Daruber schreibt Burke:

Second only to the Bible, it was to become Germany's most widely read book, one that W. H. Auden would describe as, "among the few indispensible, common-property books upon which western culture can be founded" (Burke 112).

Das Buch, das 'Kinder und Hausmärchen' hieß, enthielt die vorgehend erwänten Märchen und 'Aschenbrödel,' 'Hansel und Gretel,' 'Rumpelstilzchen, 'Rapunzel,' und noch mehr. Zusammen veröffentlichen die Brüder über zweihundert Geschichten. Heute sind viele durch Disney noch bekannter geworden, und sie wurden für die Kinder weltweit sehr wichtig. Aber wie W. H. Auden sagte, diese Volksmärchen bedeuteten viel mehr als die einfache Schönheit der Phantasie. Sie waren und sind heute immer noch, historische Repräsentanten der Kultur. Sie enthalten auch wichtige Lehren, die viele weitere Generationen auch ihren Kindern erzählen werden.

Im allgemeinen lehren Geschichten wie 'Rot Käpchen,' daß die Kinder ihren Eltern gehorchen sollten, ein bißchen skeptischFremden gegendüber sein sollten, und natürlich, daß das Gute immer das Böse beseigt. 'Aschenbrödel' zeigt uns, wie die Liebe keine Grenzen kennt, ganz besonderes die, die zu der Zeit in der Gesellschaft existierte. Diese Volksmärchen enthielten oft sehr arme Waisenkinder. Diese Kinder waren immer hungrig und ohne Bekleidung außer der, die sie anhatten. Aber sie zeigten uns wie man auch überleben kann, wenn man arm ist. Diese Geschichten waren für viele arme Bauern zu dieser Zeit besonderes hilfreich, denn sie versuchten, eine neue gleichständige Gesellschaft aufzubauen. Vielleicht bekamen die hungrigen Kinder Trost, wenn sie an andere Kinder mit viel weniger als sie dachten. Vielleicht bekamen sie noch mehr Trost wenn sie an die Möglichkeit des Reichtums dachten. Wichtig war, daß diese Geschichten den Kinder ein bißchen Hoffnung und Unterhaltung brachten.

Die Originalversionen dieser Volksmärchen waren nicht so harmlos und nett, wie sie es heute sind. Disney änderte sie sehr. Im Original findet man was heute ziemlich grausam und gewalttätig aussieht. Zum Beispiel schnitteten die zwei Stiefschwestern in 'Aschenbrödel' ihre eigenen Zehen und Fersen, damit die Glasschuhe besser auf ihre Füßen paßte. Als das Blut von ihren Füßen ausströmte, kamen Tauben von oben, und pflückten die Augen der Stiefschwestern raus. Die meisten Originalvolksmärchen enthalten Blut, Kinder, die ihre Arme und Füße verlieren, und ein Kind wird von einem Verbrecher gegessen. Obwohl die Lehren bei Disney immer noch die gleichen sind, wurden die blutrünstigen Einzelheiten herrausgenommen.

Es stimmt, daß die 'Grimms Volksmärchen" Sammlung sehr berühmt und wichtig ist, aber die Brüder taten auch etwas ganz Wichtiges, wofür sie nicht so bekannt sind. Dies war das erstes deutsche Wörterbuch, daß eventuell ein Vorbild für das Oxford English Dictionary wurde.

Die Brüder nahmen diese riesige Aufgabe an, weil sie von der Universtät Göttingen 1837 rausgeflogen waren. Sie weigerten sich, dem neuen König von Hannover Treue zu schwören, weil er die Universitätsverfassung aufgehoben hatte. Die Brüder hatten nur drei Jahre vorher auf diese Verfassung ihren Eid geleistet. Jacob und Wilhem studierteten Jura, und beide waren Männer von hohen Prinzipien.

Deswegen konnten sie nicht ihr Ehrenwort zurückziehen. Weil sie sich weigerteten, wurden die beiden entlassen und mußten das Königreich Hannover sofort verlassen. Nachdem sie keine Arbeit mehr hatten, fingen sie mit dem Wörterbuch an.

Jacob, der ernstere der zwei Brüder, hatte mehr mit dieser Aufgabe zu tun als sein Bruder. Er hatte viel feste Meinungen über die deutsche Sprache. Er dachte, daß es ein Geschenk vom Himmel war, Deutsch zu sprechen. Die Sprache war auf jeden Fall höher als alle anderen. Aber er sah auch viele Fehler in der Sprache, und wollte es immer verbessern. Zum Beispiel war er dagegen, Nomen groß zu schreiben, und tat es selber nie, ausser bei Namen und Orten, wie auf Englisch. Aber der Verlag dachte, daß es lächerlich sei, und Jacob wurde gezwungen, die Sprache so zu lassen. Es ist sehr interessant, wenn man überlegt was hätte passieren können, wenn Jacob die Sprache verbessert hätte.

Die Brüder wollten das Wörterbuch für ganz Deutschland schreiben, nicht nur für Literaturwissenschaftler. Aber die ersten Folgen waren für alle Leuten gar nicht so praktisch. Sie waren für die Bürgerlichen ziemlich kompliziert, und deswegen wurden zu wenig Bücher am Anfang verkauft. Aber dann änderte Jacob das Wörterbuch ein bißchen. Er erweiterte die Zahl der im Wörterbuch enthaltenen Wörter, mit fachlichen Ausdrucken von Jägern, Kunsthandwerkern, und Händlern eingeschlossen. Er schließ auch Schimpfwörter ein. In dem Vorwort des Wörterbuches schrieb er: "There is no word in the language that is not somewhere best in it's proper place." Er schrieb auch in dem Vorwort : "The dictionary is not a book of morals, but a scientific book." So eine Aussage war ganz typisch für Jacob, der immer freimütig war.

Obwohl das Wörterbuch in mehreren Folgen verleget wurde, war es vor dem Tod der Brüder noch nicht fertig. Wilhelm ist 1859 gestorben, und Jacob 1863. Kaum zu glauben , aber Literaturwissenschaftler schrieben das Wörterbuch erst im Jahre 1960 fertig zu ende! So groß war diese Arbeit!

Im allgemeinen war der Einfluß der Brüder Grimm auf die Literatur und die Sprachen riesig. Ihre Liebe für Wörter und Geschichte spielten in der Unterhaltung und Erziehung vieler Generationen von alt und jung eine Rolle. Weil die Brüder so intensiv arbeiteten, haben wir alle ein besseres Verständnis von der Sprachen, und sehr viele Geschichten miteinander zu teilen. Man kann nur voraussagen, daß die Brüder in der Zukunft uns immer noch unterhalten und erziehen werden.


Bibliographie

Michaelis-Jena, Ruth. The Brothers Grimm. New York, N. Y.: Praeger Publishers, 1970.

Peppard, Murray B. Paths through the forest. New York, N. Y.: Holt, Rinehart, and Winston, 1971.

Burke, Kathleen. "From the bookish brothers Grimm, a flood of fantasy." Smithsonian. (May, 1986): 109-118.