GER 341: German Literature
Oregon State University
November 30, 1999


Joseph von Eichendorff (1788-1857)

von Jennifer Pelka


Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff wurde am 10. März im Jahre 1788 auf Schloss Lubowitz geboren. Seine Eltern waren Adolf Freiherr von Eichendorf, ein preussischer Offizier, und Karoline Freiin von Kloche. Sie waren Landadelige in Schlesien, jetzt einem Teil von Polen. Seit 1784 war Gut Lubowitz der Wohnsitz der Eichendorffs. Joseph war der zweite Sohn des zweiten Sohnes. Sein Bruder Wilhelm war nur achtzehn Monate älter als Joseph, so lebten die Brüder meistens ihre frühen Jahre zusammen. Sie wurden vom Pfarrer Heinke erzogen. Sie lebten seit drei Jahren in Breslau und wohnten im St.Josephs-Konvikt, als sie das Matthias Gymnasium besuchten. Joseph besuchte die Theater, wo er die Werke Schillers, Lessings und Goethes ansah. Er lernte Musik und spielte die Geige sehr gern.

Im nächsten Jahr blieben die Brüder in Halle, wo sie Rechtswissenschaft und Geisteswissenschaft studierten. 1807 gingen sie nach der Schliessung der Universität Halle durch Napoleon nach Heidelberg. In Heidelberg lernten die Brüder den Grafen von Loeben kennen und machten Bekanntschaft mit Achim von Arnim und Clemens Brentano. Im nächsten Jahr machten Joseph und Wilhelm eine Reise nach Paris, über Würzburg, Nürnberg, Regensburg nach Wien, und dann kehrten sie nach Lubowitz zurück. Ihre Absicht war die Familiengüter zu bewirtschaften. Joseph veröffentlichte seine ersten Gedichte in Zeitschrift für Wissenschaft und Kunst unter dem Pseudonym Florens.

Nach einer Reise nach Berlin, als er wieder in Lubowitz war, fing er Ahnung und Gegenwart (1815) zu schreiben an. Er verlobte sich auch mit Luise von Larisch, einer jungen Frau aus einer Adelsfamilie in der Nähe von Lubowitz. Bald danach gingen die Brüder nach Wien um ihre juristischen Staatsprüfungen abzuschliessen. Freundschaften fingen mit Friedrich Schlegel und Phillip Veit, Maler und dem Sohn von Dorothea und Friedrich Schlegel, an. Dorothea half Joseph mit seiner Erzählung Ahnung und Gegenwart. 1811 belegten die Brüder die Referendarsprüfung in Wien. Joseph bestand sie mit der höchsten Note.

Der Befreiungskrieg begann im Jahre 1813. Joseph und Phillip Veit gingen als Freiwillige zum Lützowschen Freikorps, wo Joseph Offizier bei der Schlesischen Landwehr wurde, und er Ausbildungsdienst bekam. Am Empfehlung im Jahre 1815 wurde er Sekretär beim Oberkriegskommisar. Er heiratete seine Verlobte Luise und im selben Jahr wurde ihr Sohn Hermann geboren.

Das Jahr 1816 brachte das Ende des Befreihungskrieges und eine Heimkehr von Eichendorff aus Breslau nach Berlin, wo er die Regierungsprüfung bestand. Im Jahre 1817 wurde seine Tochter Therese geboren, die einzige Tochter Eichendorffs, die länger als zwei Jahren lebten. Das nächte Jahr brachte den Tod seines Vaters. Joseph veröffentlichte seine Erzählung Das Marmorbild in Foques Frauentaschenbuch für 1819, und auch wurde sein Sohn Rudolf geboren. 1821 wurde er katholischer Konsistorialrat und Schulrat in Danzig beim Oberpräsidium der Provinz Westpreussen. Im nächsten Jahr war seiner Mutter tot, und Joseph verkaufte die Familiengüter von Lubowitz.

Endlich im Jahre 1826 kam die Veröffentlichung der Erzählung Aus dem Leben eines Taugenichts. Auch im diesen Band wurde Das Marmorbild (1819) mit einer Sammlung von Gedichten wiederveröffentlicht. Aus dem Leben war und ist jetzt seine bekannteste Erzählung. Zwei Jahren später kam sein Umzug nach Königsberg, wo er aber nicht glücklich war, deswegen versuchte wegzukommen. Im Jahre 1832 kam der Umzug nach Berlin um im Kultusministerium und in der katholischen Kirche zu arbeiten. Da machte er Kontakt mit Adelbert von Chamisso und Franz Kugler. Zwischen 1832 und dem Ende seines Lebens veröffentlichte er regelmässig Berichten und Artikel in Zeitschriften. 1836 begann er spanische Literatur von Calderon zu übersetzen. Er veröffentlichte eine Gedichtsammlung und Das Schloss Durande 1837.

Im Jahre 1843 wurde er sehr krank, also nahm er eine Beurlaubung und studierte die Geschichte des Marienburgs. Ein Jahr später schrieb er einen Bericht darüber, Geschichte der Wiederherstellung des Schlosses Marienburg (1844). In demselben Jahr wünschte er freiwillig seine Pensionierung zu bekommen.  Er lebte bis 1846 in Danzig und fuhr mit seinem Bruder Wilhelm zum Gut Sedlinz. Joseph zog 1847 nach Wien, wo er viele literarische Kritiken schrieb, und seine Übersetzung von Calderon de la Barcas veröffentlichte.

Als sein Bruder Wilhelm 1849 starb, ging er nach Berlin, dann blieb er auf Gut Sedlnitz. Er schrieb viele historiche Artikel und über historische Einflüsse auf die Literatur. Auch schrieb er Dramen und Vers erzählungen. Als die Eichendorffs in Niesse wohnten, kam der Tod von Luise. Joseph wohnte dann bei seiner Tochter Therese. Zwei Jahre später starb er am 26. November 1857.

Seine Werke

Joseph von Eichendorff schrieb meistens seine Werke später in der Literaturbewegung Romantik. Seine Werke waren gefühlungsvoll und sprachen über die Natur, manchmal als ruhig und einsam und manchmal als dämonisch und zauberhaft. Ein Teil seiner Gedichte sprach über die Waldeinsamkeit, und ein anderer Teil ist fast märchenhaft. Waldgespräch ist ein Gedicht über einen Mann, der im Wald reitet, als er ein schönes Mädchen trifft. Sie ist die Lorelei, und sie warnt ihn, er soll nicht mit fremden Mädchen sprechen, weil er nicht weiss, wer es ist.

Aus dem Leben eines Taugenichts war Josephs meistbekanntes Werk. Es sprach über das Leben eines glückvollen Jungen. Es hat, wie die meisten seiner Werke, falsche Identität und einige sehr gefühlsvolle Reden, und auch einige seiner bekannten Gedichte. Als er älter wurde, kam ein "allmählicher Wandel in Eichendorffs Gesamtwerk zu einem verstärkt wirklichkeits- und zeitbezogenen Schriftum (Davis, 65)." Er begann mehr historische und literarische Kritiken über seine Zeitgenossen aus religiösen und politischen Perspektiven zu schreiben. Er schrieb nicht wenigere Erzählungen und Gedichte als vorher. Am Ende seines Lebenes schrieb und veröffentlichte er fast zwanzig Novellen, Sammlungen von Gedichten und viel mehr Zeitschriftsartikel und Berichte.


Literaturverzeichnis

  1. (author not given), "Joseph Freiherr von Eichendorff." (http://www.toppoint.de/~cethegus/personen/e/eichendorff.html), 8 Nov 1999.

  2.  
  3. (author not given), "Short Biography of Joseph von Eichendorff." (http://www.uni-karlsruhe.de/~za192/begab/themen/biogr/kurzbio.htm), 8 Nov 1999.

  4.  
  5. Liselotte M. Davis. Dictionary of Literary Biography, Joseph von Eichendorff. Detroit: Gale Research Inc, 1989.

  6.  
  7. Wolfdietrich Rausch. Joseph von Eichendorff Werke in einem Band. München: Carl Hanser Verlag, 1955.

  8.