!! Nicht zu vergessen: Ab Expressionismus gibt es keine einheitlichen deutschen Literaturbewegungen. Aber man kann doch von einigen Gruppierungen bez.1 von einigen einzelnen Schriftstellern sprechen, die für die Zeit wichtig waren. Beispiele:
Die Neue Sachlichkeit (New Objectivity) (1925-1930). Obwohl es keine Gruppe von Schriftstellern gab, die sich zur Neuen Sachlichkeitzählten2, kann man doch einige Ähnlichkeiten3 in den Werken mancher Schriftsteller, die man mit der Neuen Sachlichkeit identifiziert:
Man wollte in der Literatur die Fakten
einer gesellschaftlichen Situation zeigen, wie sie
waren, ohne Kommentar, ohne Subjektivität, und ohne eine deutlich
erkennbare4 Politik (obwohl die meisten Autoren politisch auf der
demokratischen Linken standen).
Die Idee dahinter: In einer
demokratischen Gesellschaft sollten dann die Bürger5entscheiden6,
was man gegen diese Situation tun sollte. Man wollte ein "Skandal
der Fakten" verursachen7, und dadurch schlechte Zustände8 in der
Gesellschaft ändern9.
Einige Schriftsteller: Carl Zuckmayer (1896-1977), Erich Kästner (1899-1974)
Wie mit Impressionismus und Expressionismum gab es auch eine Malerei der Neuen Sachlichkeit. Hier finden sie Beispiele:
Es gab viele Schriftsteller, die durch ihre Werke ein politisches Ziel zu erreichen10 helfen wollten.
Manche, wie Bertolt Brecht und Heinrich Mann (1871-1950) standen auf der linken, andere, wie Ernst Jünger (1895-1998), auf der rechten Seite in der Politik.
Die apolitischen Schriftsteller:
Es gab auch Schriftsteller, wie zum Beispiel
Thomas Mann und Robert Musil (1880-1942), die sich meistens aus der Politik hielten und
versuchten, "reine, hohe Literatur" zu schreiben.
Andere haben gesellschaftskritische Werke geschrieben, die keine klaren politischen Ziele hatten, wie zum Beispiel Ödon von Horvath (1901-1938).
Die Exilliteratur (1933-1945):
Die Schriftsteller, die Deutschland wegen der Verfolgung der Nazis verlassen mußten, schrieben im Ausland weiter. Die meisten schrieben auf deutsch, manche lernten und schrieben in der Sprache ihrer Exilländer.
In dieser Zeit überdachte17 man auch die traditionellen Literaturformen. Der Roman und das Drama waren die wichtigsten Genres, die überdacht und zum Teil
geändert wurden. Das war nicht nur in Deutschland so, sondern in der ganzen westlichen Welt. (Beispiele: James Joyce in Großbritannien, Marcel Proust in Frankreich,
Luigi Pirandello in Italien, John Dos Passos in den USA, usw.) Besonders wichtig in der deutschen Literatur in dieser Hinsicht waren Thomas Mann und Robert Musil.