Ger 342: German Literature
Oregon State University
March, 10 1998


Georg Büchner (1813-1837)

von Kyle Nichols

Georg Büchner wurde am 17. Oktober 1813 in Goldau bei Darmstadt geboren, und er ist am 19. Februar 1837 in Zürich gestorben. Im Jahr 1816 zog die Büchner Familie nach Darmstadt. Büchner war das älteste von sech Kindern und der Sohn von Ernst Karl und Louise Caroline Büchner. Sein Vater und Grossvater waren Ärtze. Sein Vater bewunderte Napoleon, und er war Militärarzt bei der französischen Armee. Seine Mutter war sehr patriotisch für Deutschland und mässig religiös. Büchner ging auf eine Privatschule in Darmstadt, und dann besuchte er von März 1825 bis zum Frühling 1831 das Ludwig-Georgs-Gymnasium. Büchners Ideen waren schon während dieser Zeit radikal. In dem Gymnasium schrieb er einen Aufsatz, in dem er den Selbstmord verteidigte. Büchners Lieblingsautoren waren Homer, Shakespeare, und Goethe. Vom Herbst 1831 bis Juli 1833 studierte Büchner an der Universität Strassburg. Hier studierte er Naturwissenschaft und Zoologie. Während dieser Zeit war er nicht sicher, ob er Arzt oder Philosoph sein wollte.

Als er in Strassburg studierte, verlobte er sich mit Louise Wilhelmine (Minna). Minna war drei Jahre älter als Büchner. Sie war die Tochter eines protestantischen Pastors. Ihre Verlobung blieb bis März 1834 ein Geheimnis. Viele Historiker glauben, dass Minna nach Büchners Tod viele seiner Briefe, Tagebücher, und das Spiel Pietro Arctino zerstörte, weil die Werke atheistische Stellen hatten.

Büchner lebte nur dreiundzwanzig Jahre und vier Monate, und seine besten Werke schrieb er während seiner letzten zwei Jahre, zwischen Februar 1835 und Februar 1837. Seine Werke schliessen Dantons Tod ["one of the most impressive first plays ever written" (Knight 1)], Woyzeck ["one of the most original tragedies of any age or language"(Knight 1)], die berüchtige Flugschrift Der hessische Landbote, die unvollständige Kurzgeschichte Lenz, die Komödie Leonce und Lena, und das verlorene, Spiel Pietro Aretino ein. Ausser diesen Werken machte er zwei Victor Hugo Übersetzungen. Nur Der hessische Landbote, Dantons Tod, und die zwei Übersetzungen waren vor seinem Tod bekannt. Es is erstaunlich, was er in einer kurzen Zeit vollendete.

Die Historiker, Autoren, und Kritiker ignorierten Büchner und seine Werke zwischen seinem Tod und dem ersten Weltkrieg. Nur ein paar Autoren bemerkten ihn oder wurden von ihm beeinflusst. Zwei Autoren, die ihn bemerkten, waren Hebbel und Hauptmann. Hauptmann war ein grosser Bewunderer, und er sagte, dass Büchner ein Vorläufer des Naturalismus wäre. Zwischen dem ersten Krieg und Hitler wurden seine Spiele und seine Werke gespielt und diskutiert, aber nicht sehr oft.

Die grosse einflussreiche Zeit in Büchners Leben war die Zeit, in der er in Strassburg studierte. Strassburg war sehr anders als Darmstadt. Die Leute sprachen Deutsch, und die Kultur war Deutsch, aber es gab politische Freiheit wie in Frankreich. Büchners Ideen waren hier nicht so radikal, und er konnte sagen, was er wollte . Hier fand man jeden Tag freie Reden, Versammlumgen, und Demonstrationen. Wenn man gegen den Deutschen Bund in Darmstadt sprach, wäre man verhaftet und bestraft worden.

Aus frühen Briefen schien es, dass, als er zum ersten Mal in Strassburg war, Büchner entweder durch Literatur oder mit der Faust kämpfen würde. Aber später wurde es klar, dass er mit der Faust nicht kämpfen wollte. Er dachte, dass Gewalt gegen die Fürste notwendig war, aber er dachte auch, dass Revolution in Deutschland unter den damaligen Zuständen zwecklos sein würde. Die deutsche Nation sei nicht bereit, um wie die Franzoisen zu kämpfen. Die Deutschen mochten Ordnung zu sehr.

Im Jahr 1833 ging Büchner nach Giessen zu studieren, weil es ein deutsches Gesetz gab, dass jeder Universitätstudent mindestens zwei Jahre an ihrer Staatsuniversität studieren musste. Büchner war nicht glücklich hier. Er vermisste die Freiheit in Strassburg. Als er in Giessen wohnte, sagte er, dass seine Seele wegging. Hier gründete er die Gesellschaft für Menschenrechte mit drei anderen Studenten. Sie waren August Becker, Gustav Clemm, and Karl Minnigerode. Der Name der Gruppe kam von ihrem französischen Gegenstück. Die Gruppe war nicht nur für Studenten, sondern es war für die Masse. Büchner wollte die hessichen Bürger (hauptsächlich die Kleinbaür und Künstler) für eine Erhebung gegen Ludwig II. vorbereiten. Propaganda war die Hauptsache für die Gruppe. Die erste Flugschrift war Der hessische Landbote. Büchner und Friedrich Ludwig Weidig schrieben die Flugschrift. Als Minnigerode die Flugschrift in der Stadt verbreitete, wurde er verhaftet. Später verhafteten die Behörden Becker und Clemm auch, und der Staat gaben ihnen lange Gefängnisstrafen. Die Polizei durchsuchte Büchners Zimmer, und sie konfiszierten seine Briefe und Aufsätze. Büchner ging nach Darmstadt, um sich von der Polizei zu verbergen.

Büchner wollte zurück nach Strassburg gehen, aber er hatte Angst, dass die Polizei ihn finden würde. So blieb er bei seiner Familie in Darmstadt. Er sagte ihnen nichts über seine radikale politische Verwicklung. Er konnte nur mit einem Bruder darüber sprechen. Büchner brauchte Geld auch, wenn er wieder nach Strassburg gehen wollte. Seine Eltern würde es ihm nicht geben, wenn sie wüssten, warum er das Geld brauchte. So schrieb er Dantons Tod in ein paar Wochen im Januar and Februar 1835. Es ist eine Geschichte aus der Französischen Revolution. Er schickte es einem Herausgeber in Frankfurt. Er fragte den Herausgeber, ob er schnell Geld für das Spiel schicken könnte. Der Herausgeber liebte das Spiel und schickte Büchner ein bisschen Geld. Es war nur ein bisschen Geld, weil Spiele nicht so viel wie Novellen oder Romane verdienten. Büchner bekam das Geld nie. Er musste am 1. März nach Frankreich gehen, um der Polizei zu entgehen.

Während Büchners zweiten Besuchs in Strassburg vervollständigte er sein Studium. Er machte auch die Übersetzung der Spiele Lurecia Borgia and Marie Tudor. Er übersetze sie nur für Geld. Er mochte beide nicht. Viele Historiker denken, dass er Lenz, Woyzeck, Leonce und Lena, und Pietro Aretino während dieser Zeit schreib.

Im Oktober 1856 ging Büchner in die Schweiz. Anfangs war Büchner skeptisch, nach Zürich zu gehen. Der Deutsche Bund sagte der Schweiz, dass sie deutsche politische Flüchtlinge in der Schweiz nicht erlauben sollten. Büchner war nicht politisch aktiv wärehnd seines zweiten Besuchs in Strassburg gewesen, so erlaubte ihm die Schweiz zu kommen. Büchner war nicht politisch aktiv gewesen, weil er dachte, eine Revolution würde zwecklos sein. Im Jahr 1836 begann er, an der Universität Zürich zu unterrichten. Ein Jahr später starb er an dem Fleckentyphus.


Literaturverzeichnis

  1. Ronald Hauser. Georg Büchner. New York: Twayne Publishers, Inc., 1974.

  2. A. H. J. Knight. Georg Büchner. Oxford: Basil Blackwell, 1951.

  3. Carl Müller. Georg Büchner: Complete Plays and Prose. New York: Hill and Wang, Inc., 1963.

  4. Karl Vietor. Georg Büchner: Politik, Dichtung, Wissenschaft. Bern: A. Francke AG. Verlag, 1949.