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UWE JOHNSON (1934-1984)


Sein Leben

Johnson wurde 1934 in Cammin in Pommern geboren und ist 1984 in Sheerness-on-See on Isle of Sheppey (Kent, England) gestorben. Aus einer Bauernfamilie wuchs Johnson in Anklam auf und besuchte vor Kriegsende eine "Deutsche Heimschule" in Posen. 1945 floh er nach Rechnitz in Mecklenburg, dann besuchte er ab 1946 in Güstrow die Oberschule und studierte 1952-56 in Rostock, dann in Leipzig Germanistik.

Obwohl er seine Diplomprüfung bestanden hatte, fand er keine Arbeit, weil er offiziell "nicht geeignet für Beschäftigung in staatlichen Institutionen" war. Er wollte seinen Roman Ingrid Babendererde von einem DDR-Verlag veröffentlichen lassen, aber er wurde immer wieder abgelehnt. Sein Roman Mutmaßungen über Jakob (1959) wurde aber doch von einem westdeutschen Verlag veröffentlicht, und er ging dann für immer in den Westen.

Johnson wurde Mitglied der Gruppe 47, ging 1961 zum ersten Mal in die USA und lebte 1966 für kurze Zeit in New York. 1968 ging er nach Berlin zurück, aber ab 1974 lebte er auf der britischen Insel Isle of Sheppey. 1979 war er Gastdozent an der Universität Frankfurt. Unter anderen erhielt er den Büchner-Preis (1971), den Thomas-Mann-Preis (1979) und den Kölner Literaturpreis (1983).

In seinen Werken schreibt Johnson oft über die politische und psychologische Trennung zwischen den beiden deutschen Staaten.


Informationen über Johnsons Roman Mutmassungen über Jakob (auf englisch): JOHNSON.

Wichtige Werke


Literatur 1945-97
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