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DER HISTORISCHE und GEDANKLICHE HINTERGRUND zu den LITERATURBEWEGUNGEN "Klassik" "Romantik"


Das Ende des 18. und der Anfang des 19. Jahrhunderts: Die Literatur und die Geschichte

In dieser Zeit begannen einige Dichter anders über die Literatur zu denken als zur Zeit der Aufklärung oder des Sturm und Dranges. Sie begannen auch eine neue Literatur zu schreiben, und Literaturwissenschaftler nennen die neuen Gruppen von Dichtern und ihren Werken Die Klassik und Die Romantik.

Wie die Aufklärung, sind diese Bewegungen auf dem Hintergrund der Geschichte und dieser Zeit zu verstehen. Lesen Sie unten über die Geschichte, dann lesen Sie auf der nächsten Seite über den Einfluß der Zeit auf den Klassikern und den Romantikern nach.


Kurzer Überblick: Das späte 18. Jahrhundert und der Anfang des 19. Jahrhunderts (1789-1815)

  1. Das wichtigste historische Ereignis1 dieser Zeit für ganz Europa war die Französische Revolution (1789).

  2. Wenn man darüber nachdenkt, welchen Einfluß2 die Revolution auf Deutschland hatte, darf man nicht vergessen, daß es zu dieser Zeit kein Deutschland gab, nur viele kleine nichtdemokratische Länder, wo die Menschen Deutsch sprachen.

  3. Die folgenden Ideen und Ereignisse, die aus der Revolution kamen, waren für Deutschland wichtig:

  4. Am Anfang sympatisierten viele progressiv denkende Deutsche mit der Revolution, aber bald gingen die Sympathien wegen ihrer Radikalisierung und dann später wegen der Besatzung7 der deutschen Länder durch die französische Armee zurück. Die Besatzung brachte Gutes und Schlechtes in den deutschen Raum.

  5. Die Besatzung änderte viel im deutschen Raum:
    • Die süd- und westdeutschen Länder unter Napoleon verließen das Deutsche Reich und kamen im Rheinbund unter dem Protektorat Napoleons zusammen. (1806 ging das Reich durch Napoleon ganz zu Ende.)
    • Im Rheinbund sollte es Verwaltungs-8 und Sozialreformen geben:
      • Aristokratie und Kirche sollten ihre Privilegien verlieren.
      • Eine neue zentrale Verwaltung sollte den Anfang eines modernen Staates mit sich bringen.
      • Die neue Verwaltung sollte auch der Wirtschaft helfen.
      • Bürgerrechte sollten vom Code Napoleon garantiert werden.
    • Natürlich hofften viele Deutsche, diese Reformen würden zu besseren Zeiten führen, aber alles blieb meistens wirkungslos9, weil die finanzielle Situation so schlecht war. Die Kosten der Besatzung waren zu hoch.
    • Aus Befreiern wurden Besatzer, und die Deutschen begannen, die Franzosen immer mehr zu hassen.

  6. Auch Preußen fiel vor den Franzosen und wurde 1806 besetzt. Auch hier begann man mit Reformen. Die Reformer hofften, diese Neuerungen würden die Basis der Gründung eines deutschen Nationalstaates sein. Aus einer Obrigkeitsstaat10 soll ein Bürgerstaat werden.

  7. Der Widerstand11 gegen die Besatzung, gegen die Fremdherrschaft12 wurde immer stärker, zur gleichen Zeit wurde der Wunsch nach einem deutschen Nationalstaat, in dem man die Kleinstaaterei überwand13, aber auch die Reformen weiterführte, auch immer stärker. Es ist ironisch, daß das Vorbild14 des starken Nationalstaates Frankreich (der Feind) war, und die Reformer in Deutschland lernten von den Franzosen.

  8. Napoleon wurde endlich durch eine Allianz zwischen Preußen, Rußland und Österreich 1814 besiegt15.

  9. 1814/15 gab es den Wiener Kongreß. Dort entwickelten16 die alten aristokratischen Länder ein System von 5 Großmächten, das den Frieden17 für Jahrzehnte garantieren sollte. Aber die Wünsche der Menschen im deutschen Raum nach Reform, Freiheit, usw, wurden ignoriert.

  10. Jetzt gab es im deutschen Raum noch immer keinen Nationalstaat, aber es gab einen neuen losen Staatenbund, den Deutschen Bund unter der Kontrolle Preußens.

Klassik
Romantik
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