GER 341: German Literature
Oregon State University
December 3, 1996

Das Leben Friedrich Schlegels

von Jennifer Ellis

Friedrich Schlegel war ein behrümter Romantiker. Sein ganzer Name war Carl Friedrich August Schlegel. Friedrich Schlegel wurde am zehnten März 1772 in Hannover geboren, und am zwölften Januar 1829 starb er in Dresden. Sein Onkel, Johann Elias Schlegel (1718-1749), war ein erfolgreicher Dramatiker, und sein Vater, Johann Adolf Schlegel (1721-1793), war ein Gründer einer wichtigen literarischen Gruppe. Friedrich hatte vier Brüder. Die zwei alteren Brüder, Karl August Moritz (1756-1826) und Johann Karl Fürchtegott (1758-1831), betraten die Kirche und schrieben Bücher. Der dritte, Karl August (1761-1789), war in der Armee, und der vierte, August Wilhelm Schlegel (1767-1845), war Kritiker und Dichter und so behrümt wie Friedrich.

Wir wissen wenig über die Kindheit von Friedrich. Er trug sich im Jahr 1790 in die Universität Göttingen ein. Er sollte Jura studieren, aber dann begann er die Geschichte der Poesie der Griechen und Römer zu schreiben. Die Literatur von Schlegel wurde von Goethe, Schiller, und Kant beeinflußt. Von Goethe bekam Schlegel eine Theorie, daß es zwei Zivilisationen gaben. Die hießen: die "natürliche" und die "unnatürliche". Die erste kam von der Natur und die zweite vom Verstand. Schlegel fand, daß Shakespeare der beste Dichter aller Zeiten und Hamlet sein bestes Spiel seien, weil Schlegel sich mit Hamlet identifisierte.

1791 heiratete Schlegel. 1793 war er vom Spielen verschuldet. Er war selbstmörderisch und schrieb seinem Bruder Wilhelm oft. Schlegels Leben änderte sich. Er sagte in seinem Briefe: "Seit fast drei Jahren ist der Selbstmord täglicher Gedanke bei mir: ich verschob ihn, weil ich einsah, daß ich unvollendet und es also zu früh sei". Er vermied Leute, wachte sehr früh auf, und arbeitete bis sehr spät. Am Abend während dieser Zeiten schrieb er an seinem Athenäum. Athenäum enthielt alle Theorien Schlegels. Seine erste Theorie war, daß die Literatur keine Regeln haben sollte. Schlegel glaubte, daß die romantische Literaur eine progressive Universalliteratur sei.

1802 besuchte Schlegel Dresden, und dann wohnte er in Paris. Er begann zu malen und zu zeichnen und studierte Sanskrit. Später heiratete Schlegel zum zweiten Mal. Seine zweite Frau hieß Dorothea. Schlegel und Dorothea zogen nach Köln, und dort hielt Schlegel Vorträge über Philosophie und Geschichte und schrieb Briefe über gotische Architektur. 1809 ging er zum Österreichischen Militär und schrieb für die Österreichische Zeitung. Als er fünfundvierzig Jahre alt war, ging er in Pension, aber er hatte viele Schulden. Er wurde deprimiert und traurig. 1810 beklagte er sich über seine Milz und andere Krankenheiten. Die Ärzte sagten, daß er Hypochonder sei, und Dorothea gab alle Hoffnung auf. 1812 wurde er Alkoholiker und trank fünf Flaschen Wein an einem Tag.

1818 interessierte sich Schlegel für den Magnetismus der Tiere. Er fand im Magnetismus ein Geschenk Gottes für Telepathie, Gesundbeten, und andere Kräfte. Sein Glauben am Okkultismus brachte ihm ein neues Leben. Er schickte seinem Bruder Baumwolle, Haare, und einen Zahn, weil sie ihm Glück bringen sollten. Er hielt Vorträge über den Okkultismus an der Universität Bonn.

Lucinde war der einzige Roman von Schlegel. Lucinde war ein Protest gegen die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Die Charaktere in Lucinde, Julius und Lucinde, hatten eine vollständige Liebe: im K&ouuml;rper und im Geist. Viele Leute fanden, daß Lucinde ein skandalöser Roman sei, weil es Sex, Pornographie, und Ehebruch enthielt. Die Leute glaubten, daß Lucinde Dorothea (die Frau Schlegels) und Julius Schlegel seien. Dorothea und Schlegel hatten eine Liebe, die Freundschaft, Leidenschaft, und intellektuelle Einfühlung enthielt. Lucinde war ein witziger Roman, und Schlegel glaubte, daß Intelligenz ein Merkmal von der romantischen Literatur sei.

Schlegel änderte die Ideen über Frauen. In seinem Würde der Frauen und Katechismus der Vernunft für edle Frauen sprach er über eine vollendete Frau. Er mochte abhängige, rangniedrigere Frauen nicht, aber "selbstständige Weiblichkeit" doch. Schlegel glaubte, daß die Vernunft der Menschen ihre beste Kraft sei. Die Individualität war auch sehr wichtig für Schlegel. Schlegel bekam viele Ideen von Goethe und schrieb Kritiken über die Ideen von Goethe.

Schlegel interessierte sich sehr für die Politk. Er wollte eine Trennung zwischen der Kirche und dem Staat. Schlegel schrieb viele Berichte über die Politik für eine Zeitung in Frankfurt. Er schrieb über die Bürgerrechte der Juden und wollte zu dem "altdeutschen Kaisertum" zurückkehren, weil er glaubte, daß das moderne Europa einen Niedergang der Moral bedeutete. Schlegel sprach sehr oft über die Krise der Welt. Er benutzte Einbildung und Symbolismus in seinen Werken, und später schrieb er über naïve und sentimentalische Dichtung. "Naïve" Dichtung, sagte Schlegel, sei natürlich und gesund, und käme von den Griechen. "Sentimentale" Dichtung käme von der modernen Kultur und sei verdorben und kultiviert.

Die Literatur von Schlegel und Schiller war sehr ähnlich. Die Beiden bewunderten die Griechen und studierten die gleichen Menschen. Schlegel bekam Teile von seiner berühmten Theorie über Kritik von Schiller. Er bekam viele Ideen von Kant über das Leben der Menschen. Er glaubte, daß Menschen den Unterschied zwischen gut und schlecht nicht kannten, und deshalb die Sünde in die Welt brachten.

Schlegel hatte eine Theorie über die Philosophie des Lebens. Er glaubte, daß Menschen drei Teile hätten: Geist, Seele, und Körper. Die Gefühle der Menschen, der Glauben, die Hoffnung, und die Liebe seien mit der Malerei, Musik, und Bildhauerei verbunden. Schlegel wurde Katholik und bekam einen Preis vom Papst. Am Ende seines Lebens schrieb er Philosophie des Lebens, Philosophie der Geschichte in Wien, und Philosophie der Sprache und des Wortes in Dresden.

Am elften Januar 1829 war Schlegel mit seinem alten Freund Ludwig Tieck, und um elf Uhr arbeitete er an Philosophie der Sprache und des Wortes, als er einen Herzinfarkt hatte. Vier Stunden später starb er. Im selben Jahr wurden die Ideen der Romantik krtisiert, und die Meinung über Schlegel war nicht so gut. Die Kritiker glaubten, daß die Romantiker den Forschritt verhinderten.

1870, nach dem Leben Schlegels, fanden Leute seine Werke sehr wichtig. Er ist jetzt einer der besten Denker der Romantik und spielte eine grosse Rolle in dem deutscher Idealismus. Immer wieder wird seine Literatur studiert, und jetzt wird sie von mehr Menschen gelesen, als zu Schlegels Lebzeiten.


BIBLIOGRAPHIE

Eichner, Hans. Friedrich Schlegel. New York, New York: Twayne Publishers, 1970.

Hardin, James. German Writers in the Age of Goethe, 1789-1832, vol. 90. Detroit, Michigan: Gale Research Inc., 1989, pp. 276-281.

Silz, Walter. Early German Romanicism. Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press, 1929.