GER 342: German Literature
Oregon State University
March 5, 1998


Gottfried Keller (1819-1890)

von Brandon Case

Gottfried Keller wurde am 19. Juli 1819 in der Stadt Zürich geboren. Seine Mutter Elisabeth war Hausfrau und sein Vater war Handwerkmeister. Er hatte auch eine Schwester, Regula. Sein Vater starb im Jahre 1824, weil er zu viel gearbeitet hatte und sehr oft erschöpft war. Keller fühlte, dass der Tod seines Vaters "Deprived him of a role model who might have taught him steadfast devotion to duty and helped him make more rational career choices" (Hardin 161).

Der andere grosse Rückschlag für Keller in seiner Kindheit war seine Verweisung von der Schule. Diese Verweisung hatte auf Keller eine grosse Auswirkung. In Der grüne Heinrich hatte der Held ein ähnliches Schicksal, und Keller benutzte das Wort "Köpfen", um zu beschreiben, was in Heinrichs seelicher Entwicklung wegen dieser Verweisung passierte.

Keller studierte jetzt Malerei bei Peter Steiger in Zürich und lernte nichts, so ging er zu Rudolf Meyer. Meyer unterrichte sehr viel, aber er war verrückt und hatte paranoide Täuschungen. Keller und seine Mutter verlangten eine Züruckzahlung des Lehrgeldes, aber Meyer gab es ihnen nicht. Im Jahre 1840 Keller erbte Geld von seinem Grossvater, und er ging auf eine wunderbare Kunstakademie in München. Keller lernte sehr viel, aber er gab mehr Geld als er hatte aus. Er schrieb seiner Mutter sehr oft und bat immer um mehr Geld. Im Grunde malte Keller nicht so gut. Keller trank und verkehrte mit Leuten zu viel, als er in München war. Er wollte nicht arbeiten und war sehr bösartig in Briefen an seine Mutter. Später, als Keller Autor war, fühlte er sich wegen seines Lebens in München schuldig.

Im Jahre 1842 kehrte Keller nach Hause zurück. Hier fand Keller, dass er ein besserer Autor als Maler war. Es schrieb jetzt für Züricher Zeitungen. Leute mochten die Gedichte von Keller, weil sie Humor, Ironie, und die Unmittelbarkeit des Ausdrucks hatten.

Keller hatte aber ein grosses Problem. Er war reizlos, barsch, und hatte sonderbare Proportionen. Aus diesem Grunde hatte er mit Frauen Schwierigkeiten. Er bekam immer mehr Ablehungen von Frauen. Er liebte immer hochgewachse, schöne Frauen. Luise Reiter war seine erste dokumentierte Liebe, und Keller schrieb ihr einen Liebesbrief, in dem stand:

Ich bin noch gar nichts und muss erst werden, was ich werden will, und bin dazu ein unansehnlicher armer Bursche, also habe ich keine Berechtigung, mein Herz einer so schönen uns ausgezeichneten jungen Dame anzutragen, wie sie sind, aber wenn ich einst denken müsste, dass sie mir doch ernstlich gut gewesen wären und ich könnte es nicht wohl ertragen. Wollen Sie so gütig sein und mir mit zwei Worten sagen, ob Sie mit gut sind oder nicht? (Ein Brief Kellers, Hardin 163).

Luise liebte Keller nicht, im Jahre 1849 liebte Johanna Kapp ihn nicht, im Jahre 1855 liebte Betty Tendering ihn nicht. Endlich, im Jahre 1866, verlobte sich Keller mit Luise Scheidegger, aber Luise ertränkte sich, weil Keller zu viel trank und zu viel Eskapaden in München hatte.

Im Jahre 1848 gab ein Politiker aus Zürich ihm ein Stipendium, damit er eine Universitätbildung haben konnte. Keller wählte Heidelberg. In Heidelberg lernte Keller Ludwig Feuerbach kennen. Feuerbach beeinflusste Keller und gab ihm ein andere Weltanschauung. Heute ist Feuerbach berühmt für den Sätz "Der Mensch ist, was er isst" (Hardin 164). Im Jahre 1850 ging Keller nach Berlin, wo er Der grüne Heinrich, und Die Leute von Seldwyla schrieb. Um diese Zeit sagte Keller:

Live fully on the earth, for there is no other, but since there are no rewards or punishments to come, live ethically. Injuring another person is unforgivable because irreparable (Hatfield 4).

Der Grüne Heinrich ist ein sehr behrümtes Beispiel von dem Genre Bildungsroman. Keller Offenbarte sich in seinen Werken. Zum Beispiel ist Keller Der grüne Heinrich, und die ganze Handlung des Romans hat viel mit seinem Leben zu tun. Kleider machen Leute ist auch eine sehr wichtige Novelle für Keller. Keller ist dafür bekannt, dass er über das Thema Sein und Schein schreibt, und Kleider machen Leute ist das beste Beispiel davon.

Um 1855 ging Keller nach Zürich zurück. Er schrieb patriotische und politische Werke, die sehr populär waren, besonders mit der Regierung. Im September 1855, im Alter von 42 Jahren, bekam Keller seine erste Stelle als Erster Staatschreiber. Keller schrieb viel weniger Werke, als er Erster Staatschreiber war. Er machte diese Arbeit bis 1876.

Das Sinnegedicht, dass Keller im Jahre 1881 schrieb, war das beste Beispiel für Kellers riefes Werk. Das letzte Werk Kellers war Martin Salander (1886) und es ging züruck auf sozialle Themen. Keller mochte die politische und wirtschaftliche Situation in der Schweiz nicht und war sehr bitter darüber. Um diese Zeit wurde Regula, seine Schwester krank, und sie starb im Jahre 1888. Keller veröffentlichte dann in zehn Bänden seine Werke, und das Schweizer Parlament nannte ihn den besten lebenden deutschsprachigen Autoren. Im Januar 1890 Keller zog sich Influenza zu, und er starb am 15. Juli 1890.

Keller hinterliess einiges für unsere Welt. Sigmund Freud nutzte seine Ideen für die neue "Psychoanalyse". Gail K. Hart fasst es am besten zusammen, wenn sie sagt:

Kellers brave recognition of his limits--including his difficult personality--and his passionate wish that these limits did not exist constitute a contradiction that was mediated time and again by his unique ironic humor. Only the experience of this contradiction, or tension, between the desired and the available did Keller's genius emerge, enabling him to produce some of the finest poetic fiction of the nineteenth century (Hardin 172).


Literaturverzeichnis

  1. James Hardin und Siegfried Mews. Dictionary of Literary Biography, Vol. 129. Detroit, London: Broccoli Clark Layman, 1977.

  2. Gail K. Hart. Readers and their Fictions in the Novels & Novellas of Gottfried Keller. Chapel Hill: The University of North Carolina Press, 1989.

  3. Henry Hatfield. Clashing Myths in German Literature. Massachusetts: Harvard University Press, 1974.