Ger 341: German Literature
Oregon State University
December 2, 1999

Novalis (1772-1801)

von James Bell


    Novalis hatte ein kurzes Leben. Er starb mit nur 29 Jahren, aber er hatte einen grossen Einfluss auf die Romantiker in dieser Zeit. Er machte viel in der Literatur, aber er studierte auch Jura und Philosophie und später die Arbeit eines Salinenwerkes. Er war wirklich ein „Renaissance-Mensch.“

    Novalis wurde am 2.5.1772 in Wiederstedt bei Mansfeld geboren. Seine Eltern waren Auguste Bernardine und Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg. Er hat zehn Geschwister: Karoline, Erasmus, Karl, Sidonie, Anton, Auguste, Bernhard, Peter Wilhelm, Amalie, und Hans Christoph. Novalis war der älteste Sohn. Sein Vater, Heinrich, arbeitete als Direktor der Salinenwerke in Sachsen. Er war ein sehr religiöser Mann, und sehr streng.

    Die Familie Hardenberg wohnte in der Klosterstrasse 24, wo heute das Novalis Haus steht. Novalis war ein krankes Kind. Als er neun war, wurde er besonders krank. Danach wurde er nie wieder richtig gesund. Frau Hardenberg wurde nach der Geburt der Tochter Auguste krank, und Novalis wurde zu seinem Onkel, Gottlob Friedrich Wilhem von Hardenberg geschickt. Sein Onkel führte ein großzügiges Junggesellenleben, und er war nicht so religös wie sein Bruder. Er wünschte für Novalis eine grosse Staatskarriere, und sein Vater wünschte ein pietätische, nicht so grosse, Karriere (Neubauer 12). Aber Novalis dachte für sich selbst und machte seine eigene Karriere.

   Er war noch kein grosser Dichter, aber er schrieb im 1788 sein erstes Gedicht. Zwei Jahre später, vom Juni bis Oktober, studierte er unter Christian David Jani. Er studierte klassische Autoren und Geschichte. Im Oktober immatrikulierte er als Student der Jurisprudenz an der Universität Jena. Hier begann er sich für Philosophie, Geschichte, und Literatur zu interessieren.Er studierte unter Friedrich Schiller, und die beiden wurden gute Freunde, obwohl Schiller viele Jahre älter war.

    Novalis blieb nicht lang in Jena. Er ging nach einem Jahr nach Leibzig. Sein Vater war damit sehr unzufrieden. Er schrieb an Schiller und bat ihn, Novalis auf die Universität zurückzuholen. Novalis hörte auf die Worte Schillers und ging im Oktober 1791 an die Universität Leibzig für ein Studium der Jurisprudenz, Mathematik, und Philosophie.In Liebzig lernt er auch Friedrich Schlegel kennen. Schlegel war auch Student und begann mit Novalis ein lebenslange Freundschaft und „Symphilosophie“(Haywood 15).

    Im gleichen Jahr, 1792, traf Novalis ein Mädchen, Julie, in Leibzig. Er hatte eine Leidenschaft für sie, aber das gefiel seinem Vater nicht, und Erasmus intervernierte. Später, im Februar 1793, machte Novalis einen wichtigen Entschluss: er wollte Soldat werden! Er hatte Familie in der preussichen Armee, aber sie konnte ihn nicht helfen zum Offizier ernannt zu werden. Für Novalis, war es ein kurzlebiger Wunsch, und einige Monate später immatrikulierte er an der Universität Wittenberg. Im Juni 1794 schloss er sein Studium mit dem juristischen Examen ab. Dann blieb er in seinem elterlichen Haus in Weissenfels. Bis Oktober wohnte Novalis bei dem Kreisamtsmann Coelestin August Just in Tennstedt. Er arbeitete für Just als Aktuarius. Als er in Tennstedt war, hatte er seine erste Begegnung mit dem dreizehnjähren Mädchen Sophie von Kühn. Er verliebte sich sofort in sie, obwohl sie viele Jahre jünger war (er war jetzt 22 Jahre alt). Sophie war auch nicht sehr gesund. Nur einige Monate nach ihrer Begegnung mit Novalis brach Sophies tödliche Krankheit aus. Trotz ihrer Krankheit verlobte sich Novalis inoffiziell mit Sophie von Kühn im Mai 1795. Im November war die erste schwere Erkrankung Sophies. Im Dezember, bekam Novalis die Ernennung zum behilflicher Direktor bei der Salinendirektion in Weissenfels.

    Im Jahre 1776 passierte nicht viel. Sophie wurde immer kränker, und sie hatte ihre erste Operation im Mai , und noch zwei in den folgenden Monaten. Sophies Krankheit war mehr, als Novalis aushalten konnte, und er besuchte ohn seinen Liebling viele Freunde in diesen Monaten. Das Jahr 1797 war vielleicht das wichtigste im Leben von Novalis. Im März besuchte er Sophie zum letzten Mal. Sie starb am 19. März 1797. Erasmus, der Bruder von Novalis, starb am 14. April. Er war der Lieblings-Bruder von Novalis, und es traf ihn sehr hart. Zwei Tage später ging Novalis zum ersten Mal an Sophies Grab. Bis September entschliess er sich zum Studium an der Bergakademie Freiberg. Er studierte dieses Mal Naturwissenschaften und Geologie. Er blieb da bis zum Frühjahr 1799.

    Nach seinem Besuch an dem Grab Sophies, interessierte er sich für den Tod und die Nacht. Er schrieb das Gedichte Der Fremdling, am 22. Januar 1798, und im März publizierte er sein erstes Stuck in der Zeitschrift Anthenaeum. Das war das erste Mal, das er unter dem Pseudonym `Novalis` geschrieben hatte. Novalis war ein alter Familiename. Er schrieb auch Kenne dich selbst, und andere Gedichte und Prosa in den folgenden Monaten. Kurz nach dem Tod Sophies began Novalis eine Bekanntschaft mit Julie von Charpenter. Im Juli hatte er die erste Diagnose seiner tuberkulösen Erkrankung. Im Dezember 1798 verlobte er sich mit Julie. Im Januar 1799 began er ein intensives Studium des Bergbaus und der Naturwissenschaften in Freiberg. (Er war immer Student!). Er arbeitete für den Rest seines Lebens am Salinenwerks.

    Von 1798 zu seinem Tod im März 1801 schrieb er den Haupteil seines Werkes. Er schrieb im Januar 1800 den ersten Teil von dem Roman Heinrich von Ofterdingen und seine vielleicht berühmtestes Werk, Hymnen an die Nacht. Im Juli schrieb er mehr am Ofterdingen und viele Gedichte: Astralis, Lied der Toten und Die Vermählung der Jahreszeiten. Er schrieb andere Gedichte, aber es war nicht klar, wann sie geschrieben wurden. Er hatte nur noch wenige Monaten zu leben. Die Verschlechterung des Zustandes seiner Tuberkulose war klar. Am 25. März starb Novalis im Beisein seiner Bruders Karl und Friedrich Schlegels. Er war nur 29.

    Sein Werk wurde meistens als er nicht lebte publiziert. Sein Werk war sehr wichtig für die Romantik. Er lebte in einer Phantasie von Tod und Nacht. Er schrieb wie kein anderer, er war sehr individualistisch. Hymnen an die Nacht besteht aus Lyrik und Prosa. Er war sogar der Schöpfer der blauen Blume, des Symbols der Romantiks (Haywood 1).

    Obwohl Novalis ein kurzes Leben hatte, machte er viel für die Romantik. Er war für viele Menchen ein Einfluss und heute wird viele über Novalis geschrieben. Es gibt sogar Novalis Gesellschaften! Nicht schlecht für einem Mann, der nur 29 Jahr lebte.


Literaturverzeichnis

  1. John Neubauer. Novalis. Boston: G. K. Hall & Co., 1980.
  2. Bruce Haywood. Novalis: The Veil of Imagery. The Hague: Mouton & Co., 1959.
  3. Frank Fischer. The NOVALIS House, a place of commemoration for an early romantic poet in Weißenfels an der Saale. [http://literatur.lake.de/in/novalis/english.htm], November 1999.
  4. Lynda King. Novalis. [http://www.orst.edu/instruct/ger341/novalis.htm], November 1999.
  5. Internationale Novalis-Gesellschaft. Georg Philipp Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis (1772-1801). [http://www.uni-leipzig.de/~angl/novalis/nov-bio.htm], November 1999.