GER 341:German Literature
Oregon State University
December 2, 1999


Friedrich Schiller (1759-1805)
von Eric Ballas

    Ein Fürst sagte einmal zu Goethe: "If I had been God on the point of creating the world, and had foreseen that Schiller would write the Robbers in it, I should not have created it" (Nevinson 36). So war es immer für Schiller. Das Publikum liebte seine Werke, die Kritiker fanden sie zu wild und unsinnig, und die Aristokratie wollte solche revolutionären Ideen gar nicht ertragen. Fast sein ganzes Leben als Dichter hatte er eine Menge Schwierigkeiten.

    In einem Haus namens "Goldenen Löwen" wurde Schiller am 10. November im Jahr 1759 in Marbach geboren. Sein Vater war Militärwundarzt in dem siebenjährigen Krieg. Seine Großeltern waren keine reichen Menschen aber anständige Bäcker.

    Als sein Vater von dem Krieg zurückkam, bekam er ein kleine Stelle im Dienst von dem Herzog von Württemberg. Die Familie mußte gleich danach östlich nach Lorch ziehen. Da lernrte Schiller lesen und schreiben. Sein Lehrer war ein Pfarrer und war der Ursprung seiner religiösischen Ideen. Er dachte zuerst, daß er in der Kirche arbeiten wollte, und seine Eltern, die auch gute Christen waren, setzten sich für ihn ein. Das dauerte aber nicht lange.

    Um eine bessere Stelle für den Vater zu bekommen, zog die Familie noch einmal um. Dieses Mal wohnten sie in Ludwigsburg. Schiller lebte hier in keiner christlichen Umwelt, da der Herzog mehr für die Kultur ausgab. Er lud viele italienische Musiker ein, und machte oft fröhliche Feier. In der Schule war Schiller ein guter Schüler, und in seiner Freizeit fing er an, seine ersten Versen über religöse Themen zu schrieben. Er bekam den Talent von seinen Eltern, die auch gute Dichter waren.

    Alles schien ganz gut zu sein, und Schiller machte er sich bereit, den nächsten Schritt, um Geistlicher zu werden, zu nehmen. Er wurde aber von dem Herzog sehr unhöflich unterbrochen. Der Herzog war fertig mit einem kultivierten Leben und ging zu dem militärischen Vorbild zurück. Er gründete eine Militärakademie für Jugendliche seines Landes, und befahl Schiller sich daran zu melden. Zuerst studierte er Jura, aber er ging dann wie sein Vater zur Medizin. Die Diziplin war sehr anstrengend, aber sie war später ein guter Einfluß auf Schiller.

    Schiller machte die Schule fertig und wurde Militärarzt in Stuttgart. Ein Jahr danach publizierte er Die Räuber. Es war ein großer Erfolg und machte ihn als Schriftsteller bekannt. Das war aber keine sichere Stelle. Der Herzog fing ihn nach einer Reise nach Mannheim, wo Die Räuber (1781) auf der Bühne gespielt wurde. Schiller mußte zwei Wochen im Gefängnis bleiben, aber das war nicht das Schlimmste. Ein schweizer Kanton beschwerte sich bei dem Herzog über einige Worte über das Land in dem Werk. Für den Herzog war das zu peinlich, und er kommandierte Schiller, kein Wort mehr zu schreiben.

    Weil es ihm in Württemberg nicht mehr sicher war, seine Kunst zu schreiben, mußte Schiller auf die Flucht gehen. Er ging zuerst nach Mannheim, aber keiner wollte Schiller aufnehmen. Er liet überall herum, immer ängstig, daß er gefangen wird. Aber ohne Geld ging das nicht, und da er niemand anderes kannte, der ihm helfen würde, ging er zu Frau von Wolzogen. Die Frau gab Schiller ein Bett, Essen und Geld. Mit ihrer Hilfe schrieb er Fiesco (und Kabale und Liebe(1784).

    Fiesco gefiel seinen Lesern nicht, aber der große Erfolg von Kabale und Liebe machte das egal. Kabale und Liebe und Die Räuber hatten ähnliche Handlungen, sehr charakteristisch von den Strümern und Drängern. Die Hauptcharakter sind heißblutige Menschen, die immer gegen die Tyrannei der Aristokratie kämpfen. In dieser Zeit waren solche Themen populär, und Schiller schrieb die Themen zwischen Szenen von stürmischer Gewalt und Liebe, weil er wußte daß sie ihnen gefallen würden. Kritiker mochten seine Werke nicht sehr. Sie passten sich der klassischen Form nicht an.

    Einer, der die Werke von Schiller nicht sehr gern las war Goethe. Sie trafen sich zum zweiten Mal in Roudolfstadt. Das erste Mal war an der Militärakademie, als Schiller noch ein unbekannter Schüler war. Schiller dachte, daß sein Leben und Goethes zu weit von einander entfernt waren. Er hatte schon viel erreicht, was Schiller noch nicht versucht hatte. Goethe selbst war von den Deutschen abgestossen, da die Literatur Schillers so beliebt wurde.

    Ihre Wege kreuzten sich wieder bei der Tagung einer Naturgesellschaft, nachdem Schiller und Goethe über ihre Ideen über die Natur sprachen. Sie wechselten Briefen und sicherten die Freundschaft, als Schiller Goethe in Weimar besuchte. Goethe hatte ein großen Einfluß, als Schiller entschloß, auch in Weimar zu wohnen. Er war geistlich und körperlich gestärkt. Unter Goethes Leitung entwickltete sich Schiller aus der Strum und Drang in die Klassik. In dieser Literaturbewegung schrieb er Maria Stuart (1801), Die Braut von Messina (1801) und Wilhelm Tell (1804).

    Er starb 1805. Die Schäden von früheren Schwierigkeiten waren unlösbar, gerade als seine Kunst zu einem Höhpunkt kam. Sein letztes Werk, Demetrius, schrieb er nicht fertig. Als er von einem Jenabesuch zurückkam, erlitt er einen Fieberanfall und war danach immer krank.

    Seine Werke bedeuteten viel in dieser Zeit. Man sieht in seinen Schriften die Entwicklung von einen Jungen bis zu einem Mann, nicht anderes vielleicht als die gleiche Entwicklung Deutschlands zu dieser Zeit. Er fuhr aus dem heißen Getümmel der Jugend und in die nachdenkende Ruhe des Erwachsenenalters. Die Ideen blieben oft die gleichen, aber die Methode änderte sich.


Literaturverzeichnis

  1. Henry W. Nevinson, Life of Friedrich Schiller. London: Walter Scott Ltd, 1889.
  2. Charles E. Passage, Friedrich Schiller. New York, N.Y.: Frederick Ungar Publishing Co., 1975.
  3. "Friedrich Schiller." [http://www.gutenberg.aol.de/autoren/schiller.htm], November 1999.