In der Zeit von 1720-1785 brachte man die Ideen der Aufklärung in die Literatur. Am Ende dieser Zeit gab es auch eine Gegenbewegung, die man Sturm und Drang nennt.
Charakteristiken der Literatur der Aufklärung:
Vor dem 18. Jahrhundert hatte die Literatur die
gesellschaftliche Rolle, den Hof1 zu repräsentieren. Jetzt wollen die DichterInnen der Aufklärungbürgerliche2 Ideen verbreiten3, und ihre Literatur soll das Bürgertum stärken und den bürgerlichen Menschen helfen, selbstbewußt4 zu werden.
Die Literatur übernimmt dadurch eine neue politische Funktion.
Die Literatur soll immer kritisch dem Stoff5 und sich selbst gegenüber sein, DichterInnen wurden deswegen auch oft
KunstkritikerInnen.
Die Literatur soll lehren und unterhalten6 (Horaz:
prodesse und delectare), man findet deswegen oft Literaturformen wie die
Fabelund das Lehrgedicht7.
Auch das Drama ist eine wichtige Form der Literatur, durch
die die DichterInnen das Publikum lehren und unterhalten können. Weil das Drama für die Ideen der Zeit so wichtig ist, schreiben DichterInnen, wie z.B. Lessing, Bücher über das deutsche Drama.
Die Kunst ist die Nachahmung8 (Aristoteles: mimesis) der Natur.
DichterInnen lernen und schreiben nach Regeln, also sind literarische Genies9 nicht autonom, sondern beschränkt10 durch die Regeln, die die Genies für sich akzeptieren. Die Regeln findet man in den
genialen Kunstwerken der alten Zeiten.