GER 342: German Literature
Oregon State University
March 6, 1997

Heinrich Heine (1797-1856)

von Joakim Arvidsson

Wie wäre es, wenn es in der Welt keine Literatur gäbe? Da die neue Definition der Literatur heute ist, daß “alles, was geschrieben ist, ...Literatur” ist, hätten wir (wenn es in der Welt keine Literatur gäbe) keine Bücher, die uns unterhalten und aus denen wir lernen können.

Glücklicherweise haben wir schon lange Literatur in der Welt, und ein Schriftsteller, der die Literatur in Deutschland und in der ganzen Welt beeinflusst hat, ist der Deutsche Heinrich Heine.

In diesem Aufsatz werde ich ein bißchen über diesen Menschen berichten; wer er war; wo und wann er lebte, und was er schrieb. Letztlich werde ich auch ein bißchen besprechen, warum Heine in Deutschland so wichtig war, und wie er die Kultur und die Politik Deutschlands dieser Zeit beeinflusste.

Heinrich Heine wurde am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf geboren. Seine Eltern waren jüdisch, und sein Vorname war zuerst “Harry,” aber er änderte es bald auf Heinrich, weil Heinrich weniger jüdisch klingt. Während seiner Kindheit wurde das Rheinland (wo er wohnte) von den Franzosen besetzt. Die französische Besatzung bedeutete für die jüdischen Leute in Deutschland Befreiung und Gleichkeit, deswegen betete Heine zuerst den französischen Kaiser, Napoleon, an, und sein Intresse für Frankreich wurde immer größer.

Das Geschäft seines Vaters, der Samson hieß, ging nicht so gut, und Heines Ausbildung wurde von dem reichen Onkel Solomon bezahlt. Während seines Lebens bei seinem Onkel Solomon in Hamburg meinte er, daß er die beiden Tochter, Amalie und Therese, liebe. Ob es richtig oder falsch ist, weißt niemand, aber es ist möglich, daß die Liebe, über die er in seinen Gedichten schrieb, für seine Kusinen sein könnte. Es ist aber nicht klar, ob er wirklich die beiden liebte, weil er später sehr zynisch wurde.

Heine studierte in Bonn Jura, weil sein Onkel es wollte, aber es gefiel ihm nicht so sehr wie Poesie zu schreiben. Er studierte auch an den Universitäten in Berlin und Göttingen, und er machte den Doktorgrad in Göttingen. Er liess sich nie als Rechtsanwalt nieder, sondern er fing an, viele Gedichte zu schreiben, und im Jahre 1822 publizierte er seine Gedichte zum ersten Mal. Im Sommer machte er viele Reisen, und er publizierte von 1826 bis 1831 vier Bände von dem Werk Reisebilder, aus denen viele berühmte Gedichte Heines kommen.

Ein berühmtes Werk, das aus Reisebilder kommt, ist Die Bäder von Lucca, in der Heine den Dichter August von Platen durch Satire verspottete. August von Platen hatte früher Heine über seine jüdische Herkunft angegriffen und lustig gemacht, und dieser Gegenangriff machte Heine in Deutschland unpopulärer, als er vorher war, deswegen mußte er nach der französischen Revolution im Jahre 1830 nach Paris ziehen, wo er von dieser Zeit an sein ganzes Leben verbrachte. Doch besuchte er noch zweimal Deutschland.

In Paris gefiel ihm die Freiheit sehr, und er shrieb außer Gedichten auch Werke über die deutsche Literatur und Philosophie. Im Jahre 1834 verliebte er sich in Crescence Eugénie Mirat, mit der er sich sieben Jahre später verheiratete.

Ein wichtiges Anliegen Heines war die demokratische Zukunft Deutschlands, und in den Jahren 1843 und 1844 publizierte er die zwei satirischen Gedichten Atta Troll und Deutschland, ein Wintermärchen, die über die Zukunft und die Politik Deutschlands sprechen.

Andere berühmte poetishe Werke, die er schrieb, sind z.B. das sehr berühmte Gedicht Die Lorelei aus dem Buch der Lieder (1827), ein Volkslied, das Heine ganz änderte; Neue Gedichte (1844), die er 1852 redigierte; Romanzero (1851), eine große Gedichtsammlung, die über die persönliche Frustration Heines reflektiert. Heine schrieb auch Balladen, wie z.B. die in Deutschland sehr populäre Ballade der Asra, und Prosa. Berühmte Werke, die Heine in Prosa schrieb, sind z.B. Die Harzreise (1826), aus dem zweiten Bund der Reisebilder, in der Heine über die deutsche Natur, Kultur, und Politik satirisch schrieb.

Er wurde im Jahre 1848 sehr krank, und von diesem Jahr bis zu seinen Tod lag er gelämt in seinem Bett. Er schrieb die schöne Sammlung der Werke Romanzero, während er körplich sehr behindert war. Seine letzte Liebe war für Elise Krinitz, die am Ende das Leben Heines etwas einfächer machte. Er starb am 17. Februar 1856 in Paris, und er wurde in Montmartre begraben.

Heine war während seines Lebens sehr bekannt, und seine Gedichte gefallen auch heute vielen Menschen. Doch wegen der Zensur gegen Personen, die mit dem Jungen Deutschland verbunden waren, wurden die Werke Heines im Jahre 1835 verboten. Heine schien auch den wichtigen Menschen in Deutschland sehr radikal, und das ist noch ein Grund, warum er nach Paris zog. Mächtige Deutsche dachten, daß Heine ein vereintes Deutschland wollte, und das fanden diese Leuten sehr gefährlich. Später schrieben berühmte Komponisten, wie z.B. Mendelssohn, Schubert und Schumann, Musik zu vielen Werken Heines, und Heine wurde daher immer populärer.

Manche Leute haben gesagt, daß seine Lyrik flach sei, und daß seine Gedichte nur schöne, und manchmal harte und schlechte, Wörter in Sätzen seien, also Prosa in Gedichtform, aber seine Lyrik ist doch in der ganzen Welt sehr populär, so bliebt sein Einfluß heute noch stark.


Bibliographie

  1. Kuno Francke. The German Classics of the Nineteenth and Twentieth Centuries. New York: The German Publication Society, 1913, pp. 1-20.

  2. William D. Halsey, Bernard Johnston. Collier's Encyclopedia, vol. 12. New York: Macmillan Educational Company, 1990, pp. 15-17.

  3. David Dickerson. Heinrich Heine. [http://igc.apc.org/ddickerson/heine.html]. 24. Februar 1997.

  4. Lynda J. King. Was ist die Literatur? [http://www.orst.edu/instruct/ger341/litdef.htm]. 24. Februar 1997.